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Fotoposter vom BIPA-Fotoshop

Für einen Auftrag habe ich auf Kundenwunsch einen Posterdruck benötigt. Ich habe schon einiges drucken lassen, aber Poster war mir bisher neu. Fotodruck-Anbieter gibt es ja einige – ich habe mich dieses Mal, in Abstimmung mit dem Kunden, für den BIPA-Fotoshop entschieden. Warum in Abstimmung mit dem Kunden? Schließlich hatten wir beide noch keine Erfahrung mit der Qualität des Bipa-Fotoshops mit solchen Sonderdrucken und haben es einfach mal ausprobiert. Der Wunsch des Formates war mind. 50x150cm. Im Endeffekt wurde es dann ein 60x180cm Poster.

Wahl des richtigen Produktes

Zum Gestalten hat man mehrere Möglichkeiten. Man kann sich eine Software (Cewe-Fotobuch) zum Gestalten laden oder, wenn man keine Software installieren möchte, das Ganze einfach online erstellen. Und wer von unterwegs schon den Fotodruck aufgeben möchte, kann das per App auch am iPhone/iPad erledigen.

Für meine Bestellung habe ich mich für die online-Variante entschieden. Nach dem Aufruf der Seite hat man mehrere Möglichkeiten das gewünschte Produkt auszuwählen. Am schnellsten geht es, meiner Meinung nach, über die oberste rosa Leiste. Dort sind alle Varianten angeführt und mit einem Klick darauf geht es schon weiter. In meinem Fall auf „Poster & Leinwände“ und es öffnet sich eine Übersicht über alle verfügbaren Poster&Leinwand-Varianten. Wer sich zuerst optisch einen Überblick verschaffen möchte, scrollt einfach runter und schaut sich alle Möglichkeiten an. Neben dem Bereich „Poster & Leinwände“ konnte ich mein ausgewähltes Produkt auch in einem der Themenwelten finden. Hier findet man viele weitere Produkte, der Bereich ist daher aber eher zum Entdecken als für die gezielte Suche geeignet. Jene, die schon genau wissen, was sie möchten, haben dazu links eine kompakte Übersicht. Und für die User, die gar keine Zeit verlieren möchten, wählen rechts den „Schnellbestellweg“ 😉 . Außer mit dem Schnellbestellweg hat man, wenn man sich für ein Produkt entschieden hat, die Möglichkeit sich alle Versionen (matt/glänzend, mit/ohne Rahmen – natürlich abhängig vom Produkt und Verfügbarkeit, Formate, Preise und Lieferzeiten) anzusehen und danach die Auswahl, ob man es online oder per Software gestalten möchte.

Fazit: bei der Übersicht der vorhandenen Produkte ist es natürlich ein Vorteil, wenn man viel Auswahl hat. Aber gleichzeitig ist man im ersten Moment dadurch etwas überfordert, wenn man nicht von Haus aus weiß, was man möchte. Zum gewünschten Produkt führen mehrere Wege zum Ziel und jeder kann sich für das entscheiden, was ihm mehr liegt. Wer keine Software installieren mag, macht es online und umgekehrt.

 

Gestaltung des gewünschten Produktes

Wie schon erwähnt, habe ich mich für die online-Gestaltung entschieden. Sobald man das aufgerufen hat, sieht man eine Art Arbeitsplatz vor sich. Mittig ist Platz für das Bild, das man später noch auswählt, rechts die wichtigsten Punkte zur Übersicht (Produkt, Format, Design, Layout, Rahmen, … – natürlich auch wieder abhängig vom gewählten Produkt) bzw. kann man hier jederzeit nochmal wechseln. Auf der linken Seite kann man seine Fotos hochladen oder, wenn man schon mal welche (unter einem Benutzerkonto) hochgeladen hat, von einem früheren Upload welche auswählen. Darunter gibt es dann noch die Möglichkeit der freien Gestaltung mit Cliparts, Text oder seiner malerischen Ader. 🙂

Wenn das Bild hochgeladen wird, findet auch gleich eine Prüfung und Beurteilung statt, ob das Bild von der Größe und Auflösung her passt bzw. ob es eventuell Qualitätseinbußen gibt. Um das Bild zu verschieben oder zurecht zu schneiden, 1x anklicken und man kann es nach Wunsch bearbeiten. Ist man damit (und der restlichen Auswahl) zufrieden, klickt man auf „In den Warenkorb“ und es öffnet sich ein Fenster, wo man sein Bild nochmals überprüfen kann. Danach liegt es im Warenkorb und eine Übersicht vom Produkt sowie vom Endpreis werden angezeigt. Hier hat man 2 Möglichkeiten. Entweder man legt ein weiteres Produkt dazu oder, sofern man noch nicht angemeldet ist, man meldet sich an. Erst dann geht es mit der Bestellung weiter. Genauer gesagt mit der Wahl der Zahlungsart (auf Rechnung, Visa, Mastercard, American Express, PayPal, Sofortüberweisung). Anschließend prüft man noch die Rechnungsadresse und kann bei Bedarf eine abweichende Lieferadresse eingeben. Im nächsten Schritt gibt man dann noch die notwendigen Daten an und einer endgültigen Bestellung steht nichts mehr im Weg, die mit einer Mail für den Auftrag bestätigt wird.

Fazit: der Arbeitsplatz zur Gestaltung des Wunschproduktes ist schlicht und „sauber“ gehalten, was mir gut gefällt. Es lenkt hier nichts störend ab. Es gibt genug Möglichkeiten sein Bild einerseits vom Druck selbst (Größe, Rahmen, …) zu gestalten und andererseits mit Text, Cliparts oder freiem Malstil zu dekorieren. Ist gut gelöst.

Nur habe ich dazu eine Bitte, wenn man das nutzt: oft ist weniger mehr. Bitte übertreibt es nicht mit diversen Texten, Cliparts oder sonstigem. Gerade wenn man nicht die 08/15-Bilder drucken lässt.

Anmerkung: ich habe testhalber auch die Software-Version ausprobiert. Dort hat man meiner Meinung nach von der Bearbeitung her viel mehr Möglichkeiten. Es wirkt dort einen Hauch übersichtlicher. Das einzige was mir in dem Fall „negativ“ aufgefallen ist, war, dass ich mein gewünschtes Format (180×60) nur in der online-Version auswählen konnte. Ist nur eine Kleinigkeit, aber das sollte man unbedingt nachziehen, dass alle Formate – auch Sonderformate – in allen Versionen zur Verfügung stehen!

 

Bestellung, Lieferung, Produktcheck

Von der Bestellung weg bis zur Versandbestätigung vergingen 1,5 Tage. Die Lieferung war dann weitere 2 Werktage später bei mir. Also weniger als eine Woche von Erstellung, Bestellung, Druck, Lieferung, Zustellung. Das ist in Ordnung und recht flott.

Geliefert wurde der Poster in einer sehr stabilen Rolle. Der Druck ist sauber, entspricht der Vorschau des Bildes und die Farben sind auch in Ordnung! Gerade der Rand ist bei solchen Drucken immer wichtig und bei diesem Poster ist er sauber, glatt und schön verarbeitet (kein Ausriss, keine Verfärbung). Das Poster ist etwas größer (61×183), aber das stört den Kunden nicht.

Apropos Kunde: die Endkontrolle vom Poster übernahm natürlich der Kunde und der war damit äußerst zufrieden. Und so soll es sein! 🙂

 

Gesamtfazit zum BIPA-Fotoshop: Ich bin vom gesamten Ablauf zufrieden. Es gab keine Probleme, ich war über jeden Schritt (Erstellung, Versand, …) informiert, Lieferung war in Ordnung und, ganz wichtig, gut verpackt. Das Endprodukt war so wie man es sich vorgestellt hat.

Die einzige Kritik bleibt beim 1. Schritt, der Auswahl+Erstellung des gewünschten Bildes. Es ist mir bewusst, dass es nicht einfach ist, allen Recht zu machen, aber tlw. wirkt die Übersicht der Auswahl des gewünschten Produktes überladen und könnte nicht ganz so erfahrene User (oder welche die Seite zum ersten Mal besuchen) leicht überfordern.

 

Workshop mit Manfred Baumann

Ich hatte die Möglichkeit bei einem Workshop mit Manfred Baumann mitzumachen. Und so eine Chance lässt man sich nicht entgehen!

Neben seinem Equipment hat er uns seine Art zu fotografieren vorgestellt, auf was ER achtet, was für IHN wichtig ist und hat uns bei drei Models die Möglichkeit gegeben mit unterschiedlichem Licht zu fotografieren. Dabei hat er immer wieder Tipps gegeben, auf was man dabei achten soll.

Ich war und bin von ihm schwer begeistert. Manfred und Nelly haben eine so dermaßen angenehme lockere Art, dass der Workshop total angenehm, stressfrei und mit viel Spaß abläuft! Wer die Möglichkeit hat und daran interessiert ist, sollte unbedingt bei ihm einen Kurs besuchen. Termine + Orte findet man auf seiner Seite.

Hier eine kleine Vorschau der Bilder:

alle Bilder findet man hier: Link (23 pics)

Homepage von Manfred Baumann: Link

Fotobuch von saal-digital

Vor kurzem wurde ich von saal-digital.de kontaktiert und gefragt, ob ich deren Fotobuch testen und beurteilen könnte.

Getestet wurde ein Fotobuch (Hardcover) mit einer Geschenkbox. Nachdem ich selbst gerade keinen Druckauftrag für ein Fotobuch hatte, hab ich gemeinsam mit einer lieben Freundin eines für sie erstellt – der Vorteil für mich lag darin, dass sie bereits ein Fotobuch bei einem österr. Händler bestellt hatte und davon ein 2. Exemplar benötigte. Das haben wir dann bei saal-digital.de erstellt – zum Vergleichen der Qualität war das für mich natürlich ideal.

Zwecks Übersicht beurteile ich die Software+Erstellung und das fertige Fotobuch.

Die Fotobuch-Software
Die Software war schnell geladen und installiert. Neben der saal-digital-Software wird auch Adobe AIR benötigt und bei Bedarf mitinstalliert.

Nach dem Start der Software wird man Schritt für Schritt begleitet. Von der allgemeinen Wahl des gewünschten Produktes (Fotos, Fotobuch, Wandbilder, Karten, Poster/FineArt, Kalender, Fotogeschenke und Mustersets/Testprints) bis zur Auswahl der Details (Seitenanzahl, glanz/matt, usw.)

Bevor man das Fotobuch mit den Bildern füllt, kann man sich noch entscheiden, ob man es komplett in Eigenregie erstellen will oder ob man Unterstützung vom Programm haben möchte.

Das Füllen mit den Bildern geht einfach und intuitiv (bei Bedarf kann man sich ein Video als Erklärung anzeigen lassen – nicht aus der Software heraus, sondern auf der Startseite der Homepage). Jedes eingefügte Bild hat eine Menge an Optionen, mit denen man wie gewünscht das Bild ein- und verstellen kann. Und so geht es einigermaßen zügig voran, wenn man sich dann nicht – so wie ich – in einigen Details verzettelt. Aber dafür kann die Software nichts.

Sobald man fertig ist, legt man den gesamten Artikel in den Warenkorb. Zuvor prüft aber das Programm das erstellte Projekt und weist hier auf mögliche Fehler hin. Die Funktion ist sehr gut. Leere Textfelder, leere Seiten, aktivierte Bildbearbeitung der eingefügten Bilder usw. werden genau angezeigt. Man kann diese einzeln korrigieren oder eine Einstellung für alle übernehmen oder man ignoriert einfach die Infos.

Wenn man dann alle Daten eingegeben hat und bestellt, kann man noch wählen, ob man das Paket über das Internet hochladen oder alternativ (zum Schicken per Postweg) auf CD brennen möchte. Das Übertragen der Daten (in unserem Fall waren es 70MB) ging flüssig ohne Probleme. Was ich hier nicht weiß, wie man da bei einer Unterbrechung der Übertragung umgeht – beginnt der Upload von vorne oder macht er weiter, wo er zuvor abgebrochen hat?

Nachdem die Firma Ihren Sitz in Deutschland hat und die Lieferung nach Österreich ging, habe ich mit hohen Portokosten gerechnet. Aber für mein gewähltes Fotobuch inkl. Geschenkbox (in Summe knapp 0,5kg) fand ich die Kosten von EUR 3,90 nicht schlimm. Da gibt es wesentlich unverschämtere Preise von anderen Firmen.

Fazit zur Software:
Sie ist leicht verständlich und man hat viele Möglichkeiten sein Bild nach eigenem Wunsch zu gestalten, für einen Laien möglicherweise auch _zu_ viele Optionen. Allein bis man alle Varianten einmal gesichtet und tlw. auch ausprobiert hat, vergeht viel Zeit.

Was mir nicht so gut gefiel:

  • Ich kann nur vorgegebene Schriftarten nutzen. Das mag vielleicht für den Druck wichtig sein, aber bei bestimmten Fotoaufträgen will ich eine individuelle Schrift nutzen können
  • Textfeld bearbeiten war etwas umständlich. So intuitiv das Fotobuch erstellen war, so verwirrend ist es beim Textfeld. Es sind nur Kleinigkeiten, aber in Summe hat es mich gestört. Darum habe ich dann auch auf viel Text im Fotobuch verzichtet.
  • Ich hätte mir gerne eine bessere Vorschau gewünscht. Es gibt zwar diesen Modus, aber hier wird das gleiche angezeigt, wie beim Entwurf. Der Unterschied ist nur minimal sichtbar. Da wäre eine 3D-Vorschau schön und zur Beurteilung besser. (kenne ich so von der Konkurrenz)
  • Nur als Anmerkung (weil nicht so schlimm): Was uns gefehlt hat, war bei der Auswahl des Hintergrund-Musters, das typische klischeehafte Sand-/Strand-/Meer-Muster, obwohl viele zur Auswahl stehen. Das ist zwar ziemlich 08/15, aber die meisten Fotobücher werden vom Urlaub erstellt. Und da passt dieses Muster perfekt dazu. Ohne dem muss man improvisieren (wir nahmen ein Sandstrand-Bild als Hintergrund).


Das Endprodukt
Von der Bestellung weg bleibt man, wenn man möchte, immer informiert, welchen Status das Fotobuch gerade hat. Die Erstellung sowie die Zustellung gingen sehr flott. Bereits am 3. Tag hatte ich die Lieferung in der Hand.

Anfangs hat mich die Größe des Paketes überrascht. Zur Erinnerung: wir haben ein 19×19 Fotobuch bestellt. Der Karton war ca. 35×35 – mein erster Gedanke: hab ich die falsche Größe bestellt? Aber nach dem Öffnen wusste ich gleich, woher die Größe kommt. Es ist die Geschenkbox, sie ist 33 cm x 33 cm x 3,5 cm groß.

Wenn man sich nun das 19×19 Fotobuch dazu vorstellt, wirkt dieses in der Geschenkbox etwas verloren, wie man auf dem Bild hier sieht.

Fotobuch Geschenkbox

Bei größeren Fotobüchern macht es Sinn (gerade für Fotografen, die es ihren Kunden weiter geben). Bei kleineren wirkt es eher witzig bzw. schwer überdimensioniert.

Zur Qualität:
da gibt es überhaupt nichts auszusetzen. Es gibt keine weißen Ränder, keine Schnittspuren, sauber geklebte Ränder und der Druck ist perfekt. Gerade in der Mitte von Fotobüchern ist immer wieder der heikelste Teil, ob das beim Druck klappt, ob man etwas sieht – hier absolut kein Problem.

Fotobuch Druck über Mitte

Man sieht schön, dass der Druck auch über die Mitte problemlos funktioniert.

Was mir als Fotograf, der solche Fotobücher (mit/ohne Geschenkbox) an seine Kunden übergeben kann, gut gefällt, ist der Verzicht der Eigenwerbung vom Hersteller. Das stört mich gerade bei einem österreichischen Hersteller ziemlich, es wirkt unprofessionell. Aber bei saal-digital.de fällt das weg, man hat nur auf den letzten Seiten in der Ecke einen sehr kleinen, fast unauffälligen, QR-Code.

Gesamtfazit: Empfehlenswert!
Wer sich einmal die Zeit nimmt und sich mit der Software in Ruhe beschäftigt (und das kann man jetzt auch schon, man muss ja nicht zwingend eine Bestellung abschicken), wird seine Freude damit haben, wenn man es dann benötigt. Die kleinen Anmerkungen von mir (Schrift, Textfeld, …) sind Meckern auf einem höheren Niveau, da es das Fotobuch selbst nicht beeinflusst – die vorhandenen Schriften sind für ein normales Fotobuch mehr als ausreichend. Und die Qualität ist perfekt. Ich hab das Fotobuch jetzt schon x-Mal durchgeblättert und genau angesehen, aber ich finde keinen Druck-Fehler. So soll es sein!

Preislich ist es der Konkurrenz ähnlich, hier befinden sich alle im gleichen Bereich. Aber das Preis-/Leistungsverhältnis passt.

Homepage: www.saal-digital.at bzw. www.saal-digital.de

 

 

Zeitschrift: Digitale Fotografie

Vor kurzem wurde ich vom Ultimate Guide Media Verlag kontaktiert: man möchte mir eine Ausgabe der Zeitschrift „Digitale Fotografie“ zum Anschauen und Beurteilen zusenden.

Diese Ausgabe liegt nun vor mir und ich bin überrascht, positiv überrascht. Beim ersten schnellen Durchblättern bleibe ich immer wieder bei einigen Bildern bzw. Beiträgen hängen. Das Heft spricht mich mehr an, als ich erwartet hätte. Für mich macht es die Zusammensetzung der Themen, sowie die Art der Beiträge und Details, aus.

Aber nun der Reihe nach:

Schaukasten
Zu Beginn sieht man Bilder von den Lesern. Bei jedem Bild steht, von wem es ist, was der Leser hauptberuflich macht, wie und wo dieses Bild entstand und – das für mich wichtigste – die Belichtungsdaten, wie genau dieses Foto dann gemacht wurde. Gerade der letzte Punkt macht es für mich aus. Wie viele Bilder sieht man im Netz ohne zu wissen mit welchen Einstellungen es geschossen wurde? Und viele Fotografen geben diese Infos nur ungern oder gar nicht her (Ausnahmen bestätigen die Regel).

Die Entstehungsgeschichten der Bilder sind angenehm und kurzweilig zu lesen, ich fand diese Hintergrundinfos wie das Bild entstand, sehr interessant.

Aus diesen Bildern kann man sich viele Ideen und Anregungen holen, die Belichtungsdaten sind gerade für Anfänger ideal um daraus zu sehen, wie das gemacht wurde. Nur bei einem Beitrag (lt. Angaben ist er Fotograf und Grafiker) missfiel mir die Überheblichkeit des Lesers. Die Bilder waren toll, aber er machte den Eindruck auf mich, dass er sich über sein Equipment identifiziert, so nach dem Motto „nur wer teures Equipment hat, macht gute Bilder). Aber das war nur meine persönliche Meinung beim Lesen.

Bei den meisten tollen Bildern denke ich mir, dass diese Leser ihren eigentlichen Beruf verfehlt haben. Da ist Talent in Massen „versteckt“.

Mach Dein Bild
Über 35 Seiten werden hier Bilder zu vielen verschiedenen Themen (in meiner Ausgabe waren das: Studioleben, Landschaftsaufnahme, Reflexionen, Panorama, Makro, Porträt mit Wind, Nachtfahrt) gezeigt. Das wäre ja jetzt noch nichts Außergewöhnliches, wenn da nicht bei jedem Bild ein Making-of wäre. Jedes Bild wird genau erklärt, wie es gemacht wurde – Cam-Montage am Stativ, Lichtsituation+Einstellung oder wie gewisse Effekte erstellt wurden. Manche sind so simple, dass ich mich gefragt habe, warum ich da noch nicht selbst drauf gekommen bin. Ich habe mir daraus schon einige Idee auf meine „to-do“-Liste geschrieben.

Kreatives Auge
Hier werden zu verschiedenen Themen mehrere mögliche Umsetzungen gezeigt. Einige kennen das sicher aus diversen Foto-Communities, wo ein Thema vorgegeben wird und die Fotografen versuchen das umzusetzen. Das hat mich persönlich angesprochen, weil Teile davon genau in mein Interessensgebiet fallen. Der Abschnitt gefällt sicher nicht jedem, aber Ideen kann man sich trotzdem herauspicken.

Kameratechnik
Der für mich schwächste Teil im Heft. Auf 2 Doppelseiten werden ein paar Funktionen der Kamera erklärt, was sie können, was man damit macht. In dem Fall waren das Histogramme, LiveView, Bildschirmhelligkeit vom Cam-Display, Auto ISO, Bildstile, Sensorreinigung, Bedienelemente und ein paar kleine Infos.
Ich will da jetzt nicht auf alles eingehen, aber, dass eine Fachzeitschrift Bildstile empfiehlt, finde ich ganz ehrlich für falsch. Man sollte die Leser meiner Meinung nach eher dazu animieren, weg davon zu kommen und die Cam + diverse Einstellungen zu verstehen. Da ist der Weg über die Bildstile in meinen Augen dafür nicht richtig.

So werden Sie zum Porträt-Experten
Über 25 Seiten gibt es hier Tipps zum Porträt-Thema im Bereich Blitzen, sowie Lichtstimmungen (Tageslicht+Blitz), aber auch unterschiedlicher Posen. Da sind gute Ideen dabei, also wer sich für das Thema Porträt interessiert, findet hier sicher gute Anregungen. Auf alle Punkte kann ich hier nicht eingehen, das würde dann etwas zu viel werden.

Expertenmeinungen
Hier haben die Leser die Möglichkeit ihre Bilder von Experten beurteilen zu lassen. Die Experten sagen dann was an dem Bild gefällt bzw. was man ändern könnte.

Ich weiß nicht, ob diese Expertengruppe in jedem Heft die gleiche ist. In meiner Ausgabe waren es Daniel Lezano, Ross Hoddinott, Lee Frost und Jordan Butters.

Jedes Leser-Bild wird von 2 Experten beurteilt. Sie gehen auf das Bild ein, sagen was ihnen gefällt, erwähnen aber auch was man besser machen könnte. Die Kritik ist sachlich und es gibt Verbesserungsvorschläge, auch wenn ich nicht allen zustimme – aber das ist schon ok so, schließlich sind Geschmäcker verschieden. 😉 Jede Kritik wird auch begründet, warum man es besser anders gemacht hätte.

Profifotografen auf Reisen
Wie der Thementitel schon verrät, sind hier die Fotografen unterwegs und berichten von ihrer Reise. Was mir hier leider fehlt, ist genau das, was ich zum Beginn des Heftes gelobt habe – die Info der Aufnahmedaten. Es sind tolle Bilder dabei, aber leider erfährt man nicht, wie diese gemacht wurden. Die Fotografen erzählen zwar, wie ihre Planung aussieht, also welche Art von Bilder man mit nach Hause nehmen will bzw. durch den Auftrag einer Agentur mitbringen muss, aber auf die genauen Aufnahmedaten wird nicht eingegangen. Und ganz ehrlich: um solche Aufträge beneide ich diese Fotografen. 😉

Zum Abschluss: Kurz belichtet
In diesem Abschlussteil des Heftes geht man auf alles in der Welt der Fotografie ein, was gerade aktuell – oder wie es im Heft steht „angesagt“ – ist.
Über die Ergebnisse von Wettbewerben bis zu Produktneuheiten wird hier einiges angeführt.

Auf der letzten Seite findet man ein nettes Gadget. Da es die letzte Seite ist, ist diese etwas stärker gedruckt – und darauf findet man eine Graukarte sowie Weissabgleichkarte zum Ausschneiden. Das finde ich eine nette Idee. 🙂

Fazit:
Wie zu Beginn geschrieben, das Heft macht Spaß zum Durchblättern und ich habe mir daraus einige Ideen geholt.

Die Heftkosten: DE EUR 9,99 / AT EUR 11,- / CH CHF 15,- / LU+BE EUR 11,50

 

Zum Abschluss noch eine kurze Info an den Ultimate Guide Media Verlag.

Wenn ihr Fotografen ersucht, euer Magazin durchzuschauen, zu beurteilen und darüber zu bloggen, dann macht das mit einer neutralen Aufforderung. Der Zusatz „Wenn Ihnen die Zeitschrift gefällt, würden wir uns freuen, wenn Sie darüber bloggen und wir sorgen dafür, dass Sie unsere Zeitschrift ein ganzes Jahr lang kostenlos weiterhin bekommen!“ kann als Aufforderung verstanden werden, dass man nur darüber bloggen soll, wenn es einem gefällt. Und dieser Satz kam bei etlichen Fotografen, die ihr angeschrieben habt, nicht gut an. Da wäre es besser gewesen, ihr hättet ein Exemplar zum Testen verschickt und danach, wenn der Fotograf sein Ergebnis gepostet hätte, als Danke schön von euch das Jahres-Abo angeboten.

Ich gehe mal davon aus, dass ihr von eurer Zeitschrift überzeugt seid – dann habt ihr so etwas nicht notwendig. Für mich war es ein Grund darüber länger nachzudenken, ob ich auf euer Angebot überhaupt einsteige. Das Ergebnis sieht man hier, die Zeitschrift ist ok – aber die Beurteilung ist sicherlich nicht wegen eurem Angebot entstanden.

Fotografie-Blog-Bühne – Finale

Michael Omori Kirchner, Betreiber von www.fotografr.de, hat ja Anfang des Jahres einen Aufruf gestartet seinen eigenen Foto-Blog vorzustellen.

Hunderte Fotografen, darunter auch ich (hier mein Beitrag), sind dem Aufruf gefolgt und jetzt zeigt Michael 100 Foto-Blogs, die es wert sind alle einzeln angeschaut zu werden!

Ich kann hier nur empfehlen, dass man sich einfach die Zeit nimmt und jeden angeführten Blog ansieht! Hier sind so viele Blogs dabei, die mit Leidenschaft, Kreativität und Liebe zur Fotografie entstanden sind, dass es eine Menge Spaß macht, sich diese Blogs und die Fotos darauf anzusehen.

Ich habe hier die Liste von fotografr.de/Michael übernommen (meine eigene Seite hab ich natürlich raus genommen) 😉 , man kann es sich natürlich auch auf seiner Seite ansehen (er hat dies mit einer schönen Übersicht mit Bildern erstellt).

Fotografie-Blog Bühne – ein Aufruf von FOTOGRAFR

Michael Omori Kirchner, Betreiber vom Blog FOTOGRAFR – Ansichten und Tipps zur Fotografie, startet den Aufruf sich an seiner Aktion Fotografie-Blog Bühne zu beteiligen.

Fotografie-Blog-Bühne

Ich blogge seit…

2009 – da begann mein Blog in dieser Form hier mit Hilfe von WordPress. Zuvor waren es einfach selbst gebastelte html-Seiten.

Ich blogge, weil…

ich so anderen Menschen die Möglichkeit biete bzw. bieten möchte meine Fotos betrachten zu können und auch so immer am Laufenden zu bleiben.

Mein fotografischer Schwerpunkt ist ….

schwer zu beschreiben. Ich liebe actionreiche Fotos, Motorsport oder Flugshows (Spotter), aber genauso Stadtbilder mit dem gewissen Etwas (z.B. Wien bei Nacht) oder Tier-/Naturfotos und auch kreative Fotos (z.B. Tropfenbilder). Man sieht, dass ich mich auf nichts Bestimmtes fixieren möchte, es macht alles Spaß. Fotos mit Action halt nur einen Tick mehr. 😉

Fotografie bedeutet für mich ….

vom Alltag abschalten zu können sowie Situationen und Stimmungen einzufangen.

Ich fotografiere in erster Linie aus reiner Freude daran. Es macht mir einfach Spaß mit einer Cam, egal welcher, etwas einzufangen und anderen Personen zu vermitteln, die nicht dabei waren.

Mein fotografischen Vorbilder sind …

alle jene Fotografen, egal ob Amateur oder Profi, die es schaffen mich mit einem Bild zu „fangen“, dass ich es mir minutenlang anschauen kann und das Foto selbst einfach nur genieße.

Wenn ich das Budget für eine vierwöchige Foto-Reise gestellt bekommen würde, …..

würde ich eine Abenteuer-Reise, Safari und/oder Arktis, wählen.

Wenn ich eine beliebige (noch lebende) Person vor meine Kamera bitten dürfte, wäre das ….

im Moment nicht zu beantworten, weil mir dazu einfach noch die Erfahrung fehlt gute Portraitsfotos zu machen. 😉

Wenn ich einen Einsteiger für die Fotografie begeistern wollte, würde ich als erstes ….

den Einsteiger mit seiner eigenen Kamera schnappen und eine Fototour seiner Wahl machen.
Dabei würde ich ihm zeigen, was man mit nur kleinen Einstellungen/Tricks machen kann, dass die Fotos etwas anders aussehen oder so rüber kommen, wie es sich der Einsteiger-Fotograf vorstellt oder gerne hätte.
Das hätte ich mir zumindest bei meinen Anfängen gewünscht.

 

Hier ein paar Fotos von mir…
(mit einem Klick auf die Bilder werden sie größer angezeigt)

 

Das Jahr 2013 in Bildern…

The Big Pictures.

boston.com präsentiert mit Bildern in 3 Teilen das Jahr 2013.

Teil 1Teil 2Teil 3

 

Tipps zum Thema „Berufsfotograf“

Das Thema bewegt im Moment doch viele Leute. Da ist es immer gut, wenn man Beiträge liest, die nicht nur etwas Klarheit in das Thema bringen, sondern auch noch wertvolle Tipps in Form einer „todo-Liste“ geben.

Zwei Beiträge, beide von Christian Anderl, kann ich nur wärmstens weiter empfehlen sich in Ruhe durchzulesen.

 

Berufsfotografie kein „reglementiertes Gewerbe“ mehr

Ich kopiere der Einfachheit wegen den Standard-Artikel (Quelle: derStandard.at) hier herein:

Berufsfotografie kein „reglementiertes Gewerbe“ mehr

Werden aus Liste gestrichen – Innung: VfGH-Urteil öffnet Laien „Tür und Tor“

 Wien – Der Verfassungsgerichtshof (VfGH) hat auf Antrag des Verwaltungsgerichtshofes (VwGH) entschieden, dass die Berufsfotografie nicht mehr als „reglementiertes Gewerbe“ in der Gewerbeordnung gilt. Es gebe für einen Eingriff in das in der Verfassung verankerte Recht auf Freiheit der Erwerbsbetätigung keinen Grund mehr – wegen des technischen Fortschritts in der Fotografie, heißt es im Urteil.

 Die am Mittwoch veröffentlichte Entscheidung gilt ab Kundmachung im Bundesgesetzblatt. Damit wird die Ziffer 20 des Paragrafen 94 in der Gewerbeordnung, die den „Berufsfotografen“ betrifft, aufgehoben. Pressefotografen und Fotodesigner waren von der Ziffer 20 schon bisher ausgenommen. In den vergangenen Jahren hat es in der Branche eine rege Diskussion über die Reglementierung des Fotografen-Gewerbes gegeben.

Innung: VfGH-Urteil öffnet Laien „Tür und Tor“

Erschüttert darüber, dass der Verfassungsgerichtshof (VfGH) die Berufsfotografie als „reglementiertes Gewerbe“ aufhob, zeigte sich die Bundesinnung der Berufsfotografen. „Damit werde unqualifizierten Fotografen Tür und Tor geöffnet, heißt es in einer Reaktion auf das Urteil der Verfassungsrichter.

Der Bundesinnungsmeister Ernst Strauss argumentiert mit den Konsumenten: „Ich trete für den Wettbewerb unter Qualifizierten – zum Schutz der Kunden – ein.“ Das Urteil sei auch ein Schlag gegen die Ausbildung. „Die Freigabe des Handwerks bedeutet, dass jeder, der eine Kamera besitzt und halten kann, befähigt ist, Fotograf zu sein. Viele Hobbyfotografen werden dadurch auf den Markt drängen“, befürchtet die Innung in der Wirtschaftskammer. (APA, 18.12.2013)

 

Ja, ich begrüße diese Entscheidung, aber andererseits wird man jetzt nach dem Ansturm auf den Gewerbeschein den Wald (=Qualitätsfotograf – egal ob gelernt oder nicht) vor lauter Bäumen (=Personen, die bei einer Cam gerade zwischen oben und unten unterscheiden können) nicht mehr sehen. Ich bin echt gespannt, wie sich das jetzt weiter entwickelt.

Relaunch der Seite – 15.12.2013

Ich habe meine Seite etwas überarbeitet, damit sollte die Homepage etwas frischer, aber auch übersichtlicher sein.

Wenn Ihnen/euch etwas auffällt, was nicht passt, bitte einfach bei mir melden! Danke!

Ich hoffe, es gefällt! 🙂