Archiv der Kategorie: Aviation

Bilder, die alle in das Thema Aviation fallen

A380 – Erstlandung in Wien 02.06.2010

Es gibt wahrscheinlich nur wenige Leute, die sich der Berichterstattung über den Besuch des derzeit größten Flugzeuges der Welt am 02.06. entziehen konnten.

Sollte es doch jemanden gelungen sein, eine Kurzinfo: bevor der A380 am 06.06.2010 in den Dienst gestellt wird,  durfte der A380 in Wien mittels Ausnahmegenehmigung landen. Da dieses Flugzeug aus derzeitiger Sicht nie in Wien landen wird, war die Freude groß als bekannt wurde, dass er „zu Besuch“ nach Wien kam. Das Interesse war enorm, soviele Spotter 😉 gab’s am Flughafen Schwechat noch nie!

Und ich war einer davon! 😀 Hier paar kleine Vorschaubilder

Mehr und größere Bilder findet ihr hier. (verlinkt auf meine Bilder bei airport-data)

Zeitraffer am Flughafen Wien

Mein 1. Versuch aus mehreren Bildern ein Zeitraffer-Video zu erstellen. Leider war das Stativ nicht 100%ig fest, dadurch „hüpfen“ die Bilder hin und wieder ein wenig. Aber für den 1. Versuch bin ich eigentlich zufrieden.

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Tipps für das Spotten

Egal, ob in Fotoforen oder in Luftfahrt-bezogenen-Foren – irgendwann taucht der Begriff „spotten“ sowie die dazu gehörende Frage nach der notwendigen Ausrüstung auf.
Ich möchte mit meinen Tipps für das Spotten hiermit versuchen einen kleinen Überblick zu schaffen, so Art Hilfe und Unterstützung für den Neueinsteiger. Aber vielleicht ist auch für den einen oder anderen Flugzeug-Fotografen/Spotter etwas Hilfreiches dabei.

Ich gehe davon aus, dass man mit den Grundbegriffen (Brennweite, Belichtungszeit, Blende, usw. …) einer Kamera vertraut ist. Sollten diese Begriffe jemanden fremd sein, dann bitte unbedingt Sachbücher zu diesem Thema besorgen! Diese Sachen hier zu erklären, würden den Rahmen eindeutig sprengen und auch vom eigentlichen Thema ziemlich abweichen.

Aber vorerst mal kurz eine Erklärung was man unter „spotten“ versteht.

Ein Spotter ist eine Person, die sich mit dem gezielten Beobachten von Objekten oder Phänomenen, dem sogenannten Spotting (von engl. to spot, beobachten, ausmachen, erkennen bzw. orten, lokalisieren), beschäftigt.
(Quelle: Wikipedia)

 

Welche Marke ist die ideale Kamera zum Spotten?

Den Spruch hat man sicherlich schon des Öfteren gehört und er stimmt: „das Foto macht immer noch der Fotograf“! Der Fotoapparat dazu dient einzig und allein als Werkzeug. Einen Fehler, den viele machen, ist, dass sie ihr Werkzeug nicht beherrschen bzw. teilweise verschiedene Zusammenhänge nicht beachten, wodurch, vorsichtig ausgedrückt, nicht so ideale Bilder entstehen! Die Schuld darf man dann aber nicht der Kamera geben – die macht nur das, was man einstellt! Und das ist auch gut so. Wer will schon Kameras mit einer eigenen Meinung? 😉
Darum: bitte nicht auf irgendeine Marke fixieren, nur weil man weiß, dass ein sehr gutes Bild mit der Kamera xyz gemacht wurde oder der Freund/Bekannte die Kamera xyz verwendet! In erster Linie muss sich der Fotograf mit der Kamera wohl fühlen, so kitschig das auch klingen mag: Fotograf und Kamera müssen miteinander harmonieren.
Das hat sicherlich schon jeder Mal von uns auch in anderen Situationen erlebt. Das beste Beispiel aus dem Heimgebrauch sind die zig Fernbedienungen daheim am Wohnzimmertisch. Die eine Fernbedienung kann man nach kurzer Zeit fast blind betätigen, mit der anderen Fernbedienung ist es genau anders herum – mit der kommt man einfach nicht zurecht. So ähnlich verhält es sich auch mit der Kamera. Man muss mit der Handhabung sowie Haptik der Kamera zufrieden sein – und da ist die Marke der Kamera egal.

Fazit: keine Markenempfehlung – jeder Fotograf muss für sich selbst heraus finden, mit welcher Kamera er am besten arbeiten kann. Die Aussage mag anfangs wenig hilfreich sein, jedoch kommt man nicht darum herum, sich mit den verschiedenen Kameras auseinanderzusetzen.


Welche Kamera zum Spotten – (D)SLR oder Kompaktkamera?
Allgemein gesehen ist es egal, mit welcher Kamera man spottet, sofern man eine Kompaktkamera mit einem guten optischen Zoom bzw. man für seine (D)SLR einen guten Zoom hat. Im Laufe der Zeit, und wenn man vom Spotter-Virus so richtig erwischt wurde, wird man recht rasch bei einer Spiegelreflexkamera mit Zoom landen. Über den Unterschied zwischen einer normalen (SLR) und digitalen (DSLR) Spiegelreflexkamera brauche ich nicht viel zu schreiben – der Unterschied von Film und Speicherkarte liegt auf der Hand, wobei ich eine SLR aber nicht automatisch als Nachteil sehe. Das führt jetzt aber schon zu weit.
Der Unterschied einer Kompaktkamera und einer Spiegelreflexkamera liegt, mal abgesehen vom enormen Preisunterschied, einfach an der Qualität sowie an den Möglichkeiten der DSLR. Man kann dort wesentlich mehr einstellen, was für gewisse Situationen bzw. gewünschte Bildeffekte schon wichtig ist. Da kommt man bei einer Kompakten schon sehr nah an die Grenze des Machbaren. Zu diesen möglichen Bildeffekten komme ich dann noch etwas später, wobei ich im weiteren Bericht immer von einer DSLR ausgehe.

Fazit: der Vorteil liegt eindeutig bei der DSLR – d.h. jetzt aber nicht, dass man nur mit einer DSLR spotten kann! Wenn sich nicht schon eine DSLR im Haushalt befindet, ist für den Spotter-Anfänger der Beginn mit einer Kompaktkamera empfehlenswert. Eine Kompaktkamera hat heute fast schon jeder und es ist auch die günstigste Variante um zu sehen, ob einem das Spotten überhaupt liegt!


Zoom ja/nein, wie viel Zoom braucht man?
Wenn man spottet, wird man mit Panoramaaufnahmen nicht glücklich werden. Für einen Überblick von einem Flughafen oder zum Einfangen einer schönen Stimmung (z.B. Sonnenuntergang beim Tower) reicht jedes normale Standardobjektiv. Darum ist ein Zoom auf alle Fälle notwendig. Bei der Frage: „ja und wie viel Zoom/Brennweite brauche ich?“ wird man immer die Antwort bekommen: man kann nie genug Zoom haben! ;-). Und fehlenden Zoom gleicht man mit den Füßen aus! Das geht natürlich nur bis zum Zaun, aber wenn man gute Bilder machen will, muss man auch dazu bereit sein, dafür ein wenig etwas zu tun.

Kurz zur Kompaktkamera: hier ist bitte darauf zu achten, dass die Kamera einen guten optischen Zoom hat. Ein digitaler Zoom macht an sich nichts Anderes als das bestehende Bild elektronisch zu vergrößern, wodurch es zu Qualitätseinbußen kommt.

Hier ein Beispiel: Zuerst das Ausgangsbild

Der grün umrandete Teil ist der gewünschte Ausschnitt, den wir nun heran zoomen.

Hier der Vergleich – links optischer Zoom, rechts digitaler Zoom


mit Klick auf das Bild sind diese größer zu sehen

Der optische Zoom erreicht die Vergrößerung durch das Zoom-Objektiv (in diesem Objektiv sind verschiedene Linsen in bestimmter Reihenfolge angeordnet, dadurch ist das Zoomen möglich).
Der digitale Zoom nimmt das Bild und vergrößert es eben digital – darunter leidet aber, wie man im Vergleich sehen kann, die Qualität.

Beim Zoom für eine DSLR sollte man anfangs schon eine Brennweite von 200mm verwenden. Dies ist natürlich abhängig von welcher Position aus man die Flugzeuge fotografiert, aber für den Einstieg ist das schon mal ein guter (und relativ kostengünstiger) Beginn. Die üblichen Brennweiten beim Spotten liegen zw. 200mm und 400mm.

Fazit: Zoom ist zum Spotten auf alle Fälle notwendig, je mehr desto besser – sofern wiederum die Qualität des Zoom-Objektives stimmt. Es gibt hier schon einige Qualitätsunterschiede, mehr Informationen über diverse Zooms bekommt man dazu in den jeweiligen Fachforen (Marken-Foren sowie allgemeine Foto-Foren).

 

Was muss beim Fotografieren von Flugzeugen beachtet werden?
Dazu gehört eigentlich gar nicht so viel:

  • Sonne im Hintergrund
    wenn man nicht gerade künstlerisch wertvolle Fotos machen möchte, wo die Sonne genau entgegen scheint, immer darauf achten, dass die Sonne im Rücken ist! Aber dazu eine Bitte: nicht jedes Gegenlicht-Bild kann als „künstlerische Auslegung“ begründet werden!
  • Uhrzeit des Fotos
    sofern es sich nicht gerade um einen seltenen Flieger handelt und man es sich einteilen kann, sollte man Fotos rund um die Mittagszeit vermeiden. Das Sonnenlicht ist um diese Zeit relativ „hart“, die meisten Flieger sind weiß – das kann dazu führen, dass Teile vom Foto ausgebrannt (stark überbelichtet) sind. Da die Flugzeuge aber nicht auf das Sonnenlicht für Spotter Rücksicht nehmen ;-), ist das nur als allgemeiner Hinweis gedacht. Darum, sofern möglich, die Zeiten vor bzw. nach der Mittagszeit nutzen.
  • Hohe Temperaturen/Hitzeflimmern
    Passt ein wenig zum vorigen Punkt. Im Sommer kann das schon ab dem Vormittag ein Problem sein, wenn man Flugzeuge am Boden fotografiert. Durch die hohe Wärme am Asphalt ist dann der Flieger am Foto leicht verschwommen, das sollte man zumindest beachten und an dieses Hitzeflimmern denken!
  • Freie Sicht zum Flieger
    wenn man das Flugzeug im Landeanflug erwischt, wird relativ wenig im Weg stehen. Wenn man allerdings das Flugzeug bei der Landung (oder schon am Boden stehend) fotografieren möchte, sollte man darauf achten, dass nichts im Weg steht. Zaun, Laternenpfahl, Tankwagen, usw. – das ist auch ein Grund, warum man Spotter öfters mit Leitern am Flughafen sieht.
  • Flugzeug formatfüllend ablichten
    d.h. der Flieger sollte so groß wie möglich am Foto zu sehen sein, also vor und hinter dem Flieger sollte schon etwas Platz sein, aber je größer der Flieger fotografiert wird, desto besser. Ausnahmen davon sind, wenn man sogenannte Close-Ups (Nahaufnahmen von Teile des Fliegers) machen will.
  • sofern während des Fotos möglich, schiefen Horizont vermeiden
    Hier kann man sich aber bei der nachträglichen Bildbearbeitung helfen.
  • Verbote beachten, vorab informieren!
    Hat zwar jetzt nur indirekt mit dem Fotografieren zu tun, trotzdem ist es ganz wichtig: unbedingt auf die Verbote rund um den Flughafen achten! Wenn es z.B. nicht erlaubt ist, mit dem Auto zum Flughafenzaun zu fahren, dann auch daran halten! Es gibt auch vereinzelt Länder, die das Spotten nicht so gerne sehen. Beachten sollte man auch zB das Fotografieren von militärischen Flugzeugen bzw. Militärflughafen. Und: das ist kein Gesetz, sondern eine Bitte von mir: wenn man sich etwas zum Trinken/Essen zum Spotten mitnimmt (und da spricht auch nichts dagegen), dann bitte den Abfall wieder mitnehmen und nicht einfach nur wegschmeißen!

 

Welcher Fotografier-Winkel ist der Richtige?
Auch wenn einige Leute darüber wirklich diskutieren: es gibt keinen richtigen Winkel! Hier zählt einzig und allein was dem Fotografen gefällt! Ob es nun das exakte 90° Foto ist (das Flugzeug wird hierbei genau seitlich fotografiert), oder schräg von vorne, ob im Flug wo das Flugzeug nur mit Himmel zu sehen ist, beim Landeanflug mit Umgebung drauf oder in der Parkposition – es ist einfach egal. Sofern das Bild selbst schön ist. Unter „schön“ verstehe ich, dass es scharf, kontrastreich, gerade, ohne Staub/Verschmutzung und ohne störende Gegenstände im Weg zu sehen ist.

Hier zwei Beispiele:

Fazit: das was einem selbst am besten gefällt, ist der richtige Aufnahmewinkel

 

Welche Blende, Belichtungszeit soll man verwenden?
Generell, kann man die allgemeine Aussage: „Wenn die Sonne lacht, nimm Blende acht!“ anwenden. Damit liegt man nicht so schlecht.
Eine immer-gültige Regel gibt es allerdings nicht. Hier kommt genau das zu tragen, was ich ganz zu Beginn angesprochen habe. Man muss sein Werkzeug beherrschen, d.h. man sollte schon wissen, was eine Blende ist, wie man die verstellt und wie sich die Belichtungszeit dazu verhält bzw. in welcher Abhängigkeit das zueinander steht.
Die meisten Kameras haben sogenannte Motiv-Programme. Jeder kann verwenden was er möchte, wobei ich persönlich empfehlen würde: Finger weg davon! Sie mögen zwar anfangs etwas helfen, allerdings nehmen einem diese Motiv-Programme die Möglichkeit selbst einzugreifen, da eben alles vorgeben ist. Mit dem Ein- bzw. Verstellen von Blende und der Belichtungszeit kann man sehr nette Effekt erzielen (siehe nächsten Punkt).

Fazit: wie auch bei allen anderen Fotos gelten bei Spotter-Fotos die gleichen Regeln. Bei klarem Sonnenschein auf die Blende achten, die passende Belichtungszeit kann man dann die Kamera selbst einstellen lassen. Um bestimmte Effekte zu erreichen kann man dann die Belichtungszeit ändern

 

Wie bringe ich etwas Bewegung ins Bild?
Wenn man diese Bilder vergleicht, versteht man recht rasch, was damit gemeint ist.

Belichtungszeit oben: 1/800 – unten: 1/80

Der Flieger links wirkt wie wenn er stehen würde, obwohl sichtbar in der Luft. Dieses stehende „Gefühl“ entsteht durch die Propeller, die sich am Bild nicht drehen. Das entspricht auch nicht dem Bild, welches wir sehen, selbst wenn wir den Flieger nur mit unseren Augen beobachten. Da kann man die Propeller nicht scharf erkennen. Unser Auge vermittelt uns mehr den Eindruck des rechten Bildes. Man erkennt den Flieger, die Propeller sind unscharf.

Nur wie erreicht man diesen Effekt in einem Foto?
Das schafft man am einfachsten mit der Einstellung der Belichtungszeit. Je länger man belichtet, desto mehr Bewegung kann man festhalten. D.h. je kleiner die Zahl ist, desto länger wird unser Flieger belichtet, ein 1/640 belichtet kürzer als 1/80, die Bewegungen werden kürzer (schneller) „eingefroren“. Bei einem Flugzeug funktioniert das am besten bei Propellermaschinen bzw. einem sichtbaren Hintergrund. Um nun eine Bewegung im Foto darzustellen muss der Flieger selbst scharf sein, die sich bewegenden Teile (Propeller, Hintergrund) eine sogenannte Bewegungsunschärfe haben.


Das obere Foto wurde mit 1/640 gemacht, das Untere mit 1/50.

Der Flieger war in Rollbewegung, die Propeller waren eingeschaltet.
Im linken Bild erweckt es den Eindruck, dass der Flieger, trotz rollen, steht. Im Gegensatz zum rechten Bild, wo man durch die unscharfen Propeller Bewegung vermittelt.

Diese Bilder verlangen ein wenig Übung. Man kann anfangs die Belichtungszeiten Schritt für Schritt herunter setzen und sich so an die eigenen Grenzen vortasten. Man darf aber nur nicht verzweifeln wenn es nicht klappt – immer und immer wieder ausprobieren! Belichtungszeiten um 1/80-1/160 bringen schon etwas Bewegung ins Bild – es muss aber einfach alles stimmen und man muss dazu auch alle anderen wichtigen Komponenten beachten! Wenn man länger belichtet und es scheint gerade kraftvoll die Sonne, riskiert man ein überbelichtetes – und damit nicht verwendbares – Bild!
Bei Propellermaschinen ist es natürlich am schönsten wenn man eine ganze Umdrehung der Propeller ablichten kann. Soweit das bei Verkehrsmaschinen (z.B. Dash) schon mit 1/120 möglich ist, braucht man bei den kleineren Maschinen mehr Zeit!

Dieses Bild wurde mit 1/60 gemacht, die Propellerumdrehung ist nicht ganz gelungen. Trotzdem sieht man am Bild, dass das Flugzeug in Bewegung war.

Dies soweit mal zu den bewegenden Propellern. Wie schon erwähnt, kann man auch mit einem verschwommenen Hintergrund diese Bewegung darstellen. In den Foren liest man das öfters als „Mitzieher“. Das Prinzip ist hier dabei das Gleiche wie bei den bewegenden Propellern. Man belichtet etwas länger und verfolgt während dieser Belichtungsphase in der gleichen Geschwindigkeit das Flugzeug. Im Idealfall bleibt dadurch der Flieger scharf, alles andere drum herum wird unscharf.

Das obere Bild wurde ebenfalls mit 1/60, das untere Bild mit 1/100 gemacht. Der Flieger wird scharf gestellt, man „zieht“ dabei die Kamera – den Flieger im Sucher weiterhin anvisierend – mit, drückt ab und verfolgt den Flieger solange weiter, bis das Bild fertig ist. Klingt schwieriger als es ist, es erfordert nur ein wenig Übung.

Bei diesen Aufnahmen entwickelt jeder Fotograf seine eigene Vorgehensweise, bei mir ist es z.B. so, dass ich kurz vor den Aufnahmen ausatme, weil der Körper dadurch weniger unruhig ist, man sucht sich schon zuvor eine gute, standsichere Position und genügend Bewegungsfreiheit. Ich für mich arbeite freihändig, man kann natürlich auch ein Stativ verwenden, dies ist allerdings ebenfalls gewöhnungsbedürftig. Auch mit dem Stativ kommt man aber nicht darum hinweg, dass man dieses zuvor übt.

Fazit: üben, üben, üben. Diese Fotos erfordern ein wenig Übung, aber wenn man mal weiß, wie es geht, macht es Spaß. Aber wie schon mal angesprochen – auf keinen Fall verzagen, wenn es nicht klappt. Selbst den erfahrenen Leuten gelingen nicht jeden Tag diese Bilder 100%ig perfekt.

 

Ist zum Spotten ein Stativ notwendig?
Zum allgemeinen Spotten ist kein Stativ notwendig. Die Fotos schafft man problemlos freihändig, bei dem „Standard-spotten“ würde ich ein Stativ sogar eher als störend empfinden. Man kann eventuell über ein Einbein-Stativ nachdenken, wenn man den ganzen Tag mit einem schweren Objektiv am Flughafen steht, aber das liegt auf alle Fälle beim eigenen Empfinden, ob man das möchte oder nicht.
Ein Stativ macht vor allem Sinn, wenn man jetzt nicht nur die Flugzeuge untertags, sondern auch bei etwas schlechterem Licht bzw. gleich in der Nacht fotografieren möchte.
Zusammen gefasst, was man bei Fotografieren am Stativ beachten sollte:

  • Stabiles Stativ
    Das Stativ muss das Gewicht von Cam+Objektiv aushalten, ohne dass es beim geringsten Luftzug wackelt. Das sollte man nicht unterschätzen!
    Die meisten Stative haben die Möglichkeit am mittleren Teil etwas aufzuhängen. Das sollte man unbedingt nutzen, da das Stativ durch das zusätzliche Gewicht auch mehr Stabilität erreicht!
  • Bildstabilisator am Objektiv deaktivieren
    der Bildstabilisator hat ja das Streben, dass es beim Auslösen jede Verwacklung ausgleicht. Wenn man nun am Stativ auslöst, aktiviert sich der Motor des Bildstabilators und bewirkt in dem Fall das Gegenteil. Es erzeugt Verwacklungen, die der Motor mit ganz kleinen Vibrationen auslöst – und bei einem Nachtfoto genügt die kleinste Erschütterung um es zu verwackeln. Darum den Stabilisator deaktivieren!
    Die neueren Modelle der Stabilisatoren erkennen inzwischen von alleine, wenn die Kamera auf einem Stativ montiert ist – wenn man sich unsicher ist, welches Modell man hat, bitte die Bedienungsanleitung lesen!
  • Fernauslöser (bzw. Selbstauslöser)
    ein Fernauslöser verhindert, dass man mit dem Druck auf den Auslöser die Kamera nur minimal bewegt! Das bedeutet, wenn man auf diesen Knopf drückt, bewegt sich – egal wie stabil das Stativ auch ist – die Kamera minimal in diese Richtung, in die man drückt. Lässt man den Knopf nun wieder los, federt das Stativ diesen kleinen Weg wieder zurück, mit dem Ergebnis, dass man ein verwackeltes Foto hat. Das umgeht man mit dem Fernauslöser, indem man ohne Kameraberührung den Auslöser betätigen kann!
    Sollte man keinen Fernauslöser besitzen, kann man dazu alternativ auch den Selbstauslöser aktivieren. Empfehlenswert sind 10s, so hat das Stativ genug Zeit zwischen Drücken des Auslösers und Beginn der Aufnahme sich auszuschwingen.
  • Spiegelvorauslösung aktivieren
    bei diesen Punkt werden wohl einige in der Bedienungsanleitung nachblättern müssen, da man diese Spiegelvorauslösung (kurz SVA) sehr selten verwendet.
    Der Sinn der SVA hat den gleichen Grund wie der Fernauslöser. Wenn man auslöst, klappt bei den DSLR der Spiegel hoch. Der Spiegel ist zwar gedämpft, trotzdem kann es bei ein paar Kameras dazu führen, dass dieses Hochschwingen des Spiegels ebenfalls zu Verwacklungen führen kann. Und man versucht jede mögliche Schwingung zu vermeiden, darum die SVA aktivieren.

8 Sekunden bei Blende 16

Fazit: Man kann hier auch kein Grundrezept erstellen, wenn man die obigen Tipps aber berücksichtigt, funktioniert das mit den Nachtfotos. Vor allem sind auch hier Geduld und Übung gefragt! Es empfiehlt sich auch, diese Punkte alle mal daheim in Ruhe anzusehen und auszuprobieren. Kleiner Tipp: immer eine Taschenlampe mitnehmen, die hilft ungemein beim Einstellen, sofern man seine Kamera nicht total blind einstellen kann. 😉

 

Zum Abschluss ein paar allgemeine Tipps
Flugzeug am Foto mittig
Das Flugzeug sollte soweit möglich immer mittig abgelichtet werden. In Fotoforen liest man immer wieder etwas von einer 2/3-Regelung usw., das auch für alle anderen Fotos gelten mag. Bei Bildern von Flugzeugen macht es Sinn, dass diese mittig zu sehen sind. Es wirkt einfach besser.

Das obere Bild wirkt im Vergleich zum Unteren harmonischer.

Beschnitt vom Flieger
Normalerweise wird das Flugzeug immer als Gesamtes zu sehen sein. Man kann aber ein wenig mit dem Beschnitt arbeiten. Das rechte Bild zeigt zwar einen zugeschnittenen Flieger, aber trotzdem ist das Bild so in Ordnung. Man muss nur darauf aufpassen, dass das Flugzeug nicht „verstümmelt“ angezeigt wird. Solange man das beachtet, ist jedes Herumexperimentieren o.k.! Aber wie vieles ist auch das Geschmackssache.

Close-Ups
Die Voraussetzung dafür ist, dass man ein (gutes) Zoom-Objektiv hat. Dann gibt es auch kein Problem mit der Qualität von Close-Ups. Nur was ist das eigentlich? Wie der Name übersetzt schon verrät, bezeichnet man damit Nahaufnahmen die Teile vom Flieger größer zeigen. Im Normalfall ist das das Cockpit

Hin und wieder nimmt man auch rauchende Reifen oder einfach die Heckflosse

Eigene Ideen
Es regnet, es ist dunkel – und trotzdem kann man Bilder am Flughafen machen! In der Fotografie sind der eigenen Phantasie keine Grenzen gesetzt, auch nicht beim Spotten. Diese Bilder sind nicht die üblichen Bilder, aber sind genau deswegen nett anzusehen.

Wenn man am Flughafen spottet, immer die Augen offen halten! Auf Dinge achten, die vielleicht gerade deswegen das besondere Bild ausmachen. Besondere Spiegelungen (zB Flugzeuge während/nach einem Regenschauer, Wasserlacke), ein besonderer Hintergrund während man einen Flieger fotografiert, eine sehr schöne Sonnenuntergangs-Aufnahme, den gerade aufgehenden Mond im Hintergrund, usw. – auch wenn ich mich wiederhole: es gibt keine Grenzen!

Viel Spaß!
Ich hoffe, dass einige Leute mit den Tipps von mir auf den Geschmack zum Spotten gekommen sind! Über diverse Rückmeldungen, ob man mit den Tipps etwas anfangen konnte, sowie natürlich auch Hinweise, Korrekturen, Ergänzungen von den „alten erfahrenen“ Fotohasen sind herzlich willkommen! Auch ich selbst lerne nie aus!

 

Meine „Tipps für das Spotten“ wurden auch auf austrianwings.info veröffentlicht.

Es würde mich freuen, wenn auch andere Seiten mit Bezug zur Aviation sowie zum Spotten selbst meine Tipps übernehmen. Es ist ja im Sinner der Spotter – danke!

Red Bull Air Race – Barcelona 2009

Paul Bonhomme entthront Hannes Arch!

Da ich Barcelona sowieso immer schon mal sehen wollte, habe ich es gleich mit dem Finale des Red Bull Air Race verbunden! Der Bericht über die Stadt Barcelona folgt noch etwas später nach (diese Stadt ist riesengroß und man kommt mit dem Schauen gar nicht nach).

Aber nun zum Rennen, das am 03.+04.10. in Barcelona statt fand: Der Steirer Hannes Arch konnte seinen WM-Titel nicht verteidigen und wurde im Gesamtranking um 7 Punkte vom Engländer Bonhomme geschlagen, der es nach zwei Jahren als jeweils WM-Zweiter zum Titel geschafft hat.

Sonne, Strand, Meer, 27° Grad im Oktober, hübsche Damen – Herz was willst du mehr! 😉 Und so nebenbei war auch noch ein AirRace zu sehen.

Das Rennen in Barcelona findet über dem Meer statt, direkt vom Hafen aus kann man dabei sein. Was zwar einerseits einen gewissen Reiz hat, wird andererseits zum Problem. Für die 800.000 Zuschauer ist nur eine Seite verfügbar, dadurch wird jeder nur erdenkliche Platz genutzt (und wenn es am Dach der Toilette ist)  und teilweise hat man aufgrund der Lage ein Gegenlicht, was das Fotografieren doch etwas erschwert. Trotzdem sind einige Bilder etwas geworden.

Ivanoff

Mehr Bilder auf airport-data bzw. auf meiner Seite (dort sind auch Bilder der Siegerehrung zu sehen).

Auch diesmal gibt es dazu von mir auf AAnet einen Bericht!

mit Klick auf das Bild geht’s zum Bericht

Günther Rall gestorben

Am 4. Oktober 2009 ist Günther Rall im Alter von 91 Jahren verstorben.

Der Name muss nicht jetzt nicht jedem zwangsweise gleich etwas sagen, darum eine kurze Erklärung dazu.
Günther Rall, am 10. März 1918 in Gaggenau geboren, war Generalleutnant a.D. der Bundeswehr und während des Zweiten Weltkrieges Offizier und Jagdflieger in der Luftwaffe. Mit 275 bestätigten Abschüssen war er einer der Piloten mit den meisten Abschüssen in der Geschichte der Militärluftfahrt und wird daher heute noch als Fliegerass bezeichnet.

Am 6. Februar 2009 hatte ich, aufgrund einer Einladung vom First Austrian DC-3 Dakota Club, die Möglichkeit in Salzburg bei einem seiner Vorträge dabei zu sein. Die Art und Weise, wie er über seine Erfahrungen im Krieg, seinen Gesprächen mit dem Führer, berichtet hat, waren einerseits unterhaltsam, haben aber auch zum Nachdenken angeregt.

Mehr Bilder von diesem Vortrag, hier.

Red Bull Air Race – Porto 2009

Porto war, nach Budapest, die 2 europäische Stadt, wo das RedBull AirRace eine Zwischenstation macht. Danach gibt es nur noch Barcelona, wo auch gleichzeitig das Finale der heurigen Saison statt findet.

Der noch amtierende österreichische Weltmeister Hannes Arch lag nach Budapest mit 1 Punkt Rückstand in der WM-Wertung an zweiter Stelle hinter Paul Bonhomme. Die Frage für Porto war: konnte Hannes Arch wieder die Führung übernehmen oder baut der Engländer Bonhomme seine Führung aus.

Das Rennen über Porto (eigentlich zwischen Porto und Vila Nova de Gaia über dem Fluss Douro) gilt als Rennstrecke, weil es relativ schmal ist und somit keine großen Kurven zu fliegen sind.

Leider hat es Hannes Arch nicht ganz geschafft, er wurde im Rennen hinter Bonhomme Zweiter. Somit fährt der Steirer mit 4 Punkten Rückstand zum letzten Rennen nach Barcelona.

Hier Bilder von Porto:

Viel mehr Bilder findet man hier: Link
(dann wieder das gewünschte Datum auswählen!)

Auch dafür findet man bei AAnet einen Beitrag von mir!


mit einem Klick auf’s Bild kommt man direkt zum Bericht!

Viel Spaß!

Red Bull Air Race – Budapest 2009

Nachdem ich bereits 2008 bei dem Rennen dabei und davon fasziniert war, ging es heuer wieder in die ungarische Hauptstadt. Die Nähe zu Wien musste einfach genutzt werden. Bei bestem Wetter fand an den 2 Tagen (Quali+Rennen) das Event statt.

Ein paar Bilder davon:

Das sind nur ein paar Bilder von vielen, wesentlich mehr findet man hier: Link (hier bitte dann noch den gewünschten Tag auswählen)

Update: zusätzlich habe ich mit einem Spotterkollegen für AustrianAviationNet über dieses Rennen einen Bericht erstellt.

mit einem Klick auf das Bild kommt man zum Bericht

Tannkosh 2009

Vom 16.-19. Juli fand in Tannheim (Baden-Württemberg, Deutschland) das Event „Tannkosh“ (=Zusammensetzung aus Tannheim und Oshkosh) statt. Ich war an 2 Tagen vor Ort und habe natürlich wieder fleißig fotografiert.

Hier eine kleine Übersicht (mit Klick auf die Bilder geht ein größeres Bild auf):

2008 Cirrus Design Corp SR22 Eigenbau/constr. Amateur (ch) VOTEC 351 Boeing PT-17 Stearman

Lufthansa Junkers Ju-52 Army Sikorsky CH-53G - German Air Force SIAI/Marchetti SF.260

Mehr Bilder von beiden Tagen findet man hier:

Tag 1 – 17.07.2009 Link
Tag 2 – 18.07.2009 Link

Ich habe über diesen Event „Tannkosh 2009“ einen Bericht für Austrian Aviation Net geschrieben. (mit Klick aufs Bild geht es zum Bericht)

Airpower 09

Teilnehmer aus 19 Nationen machten den Fliegerhorst Hinterstoisser für zwei Tage zum aufregendsten Flugplatz der Welt: Highlights wie die Red Bull Air Race Demo mit Weltmeister Hannes Arch oder die erste öffentliche Präsentation der österreichischen Eurofighter – inklusive Live-Interception! -, die atemberaubende Show der Patrouille Suisse oder der Helikopter-Kunstflug der Flying Bulls zeigten die unvergleichliche Faszination des perfekten Zusammenspiels von Mensch und Technik in allen Facetten.

Die AirPower09 ist Geschichte – und schrieb Geschichte: Die Steiermark durfte sich in den beiden Tagen als charmanter Gastgeber für die Rekordzahl von 280.000 Flugbeisterten aus aller Welt beweisen. (c) airpower09.at

Hier eine kleine Übersicht meiner Bilder. Mehr dazu findet ihr auf meiner Seite (Links am Ende des Beitrages)

Bell OH-58B Kiowa Pilatus PC-7 Eurofighter EF-2000 Typhoon S
Eurofighter EF-2000 Typhoon S Northrop NF-5A Freedom Fighter - Turkey Air Force VFW-Fokker CH-53G (S-65) - Germany Air Force
Noorduyn AT-16 Harvard Mk2B SABCA F-16AM Fighting Falcon - Belgium Air Force Saab JAS39C Gripen - Hungary Air Force
Fokker F-16AM Fighting Falcon - Netherlands Air Force Fokker F-16AM Fighting Falcon - Netherlands Air Force Eurofighter EF-2000 Typhoon S - Italy Air Force

Tag1 – 26.06. Link
Tag2 – 27.06. Link

Ich widme diesen Beitrag sowie die Bilder der Airforce09 einem guten
Freund, der viel zu früh und unerwartet von uns ging.

Mach’s gut, Gusi!

Airshow Piestany (SK)

Am 13. und 14.06. fand in Piestany/Slowakei der 3rd National Air Day statt und es gab einiges an den beiden Tagen zu sehen.

Ausgestellt waren Flieger am Boden, die man sich aus der Nähe anschauen konnte, ebenso wurde auch durch diverse Flüge dafür gesorgt, dass es ein super Event wurde!

Teilnehmer waren diverse Air Force aus der Slowakei, Tschechien, Österreich, Kroatien, einige Private, aber auch die slowakische Regierung.

Tag1 – 13.06. Link
Tag2 – 14.06. Link

beide Links verweisen auf airport-data.com, da dort meine Flugbilder abgelegt sind