Archiv der Kategorie: Sonstiges

Bilder, die sonst in keine Kategorie fallen

Urbex #5 – 23.05.2014

Nach einem Monat war es wieder an der Zeit die Urbex-Statistik zu erhöhen. 😉

Ziel war ein verlassenes Hotel – im Stadtzentrum einer kleinen, aber netten, Stadt. Im 18. Jahrhundert erbaut, wurde es als Kuranlage und Hotel genutzt. Obwohl vor kurzem das Dach brannte, ist das Gebäude in einem sehr guten Zustand. Zum Glück ist es bisher auch von Halblustigen (=Vandalen) verschont geblieben, wodurch innen „nur“ der normale Verfall voran schreitet.

Alle Bilder findet man hier: Link (22 pics)

 

 

Urbex #4 – 29.03.2014

Diesmal stand ein Hotel am Plan, das vor mehr als 10 Jahren geschlossen wurde. Seit dem steht es leer (bis auf paar wenige Versuche das Gebäude illegal wieder zu nutzen).

Aufgrund der Komplexität des Gebäudes, sowie der in der Nähe befindlichen Bauten, die damals dazu gehörten, sind es mehr Bilder als sonst üblich.

Alle Bilder dazu findet man hier: Link (107 pics)

 

Urbex #3 – 14.03.2014

Ich betreibe Urbex nicht alleine, sondern gemeinsam mit einer lieben Freundin, die auch die meiste Arbeit damit hat (da gehört alles mögliche dazu solche Orte zu finden und zu planen – vor allem viel Zeit für die Recherche).

Eher zufällig, bei einer Zugfahrt, sah sie so ein typisches Gebäude und wir fuhren auf gut Glück einfach dort hin. Diesmal handelte es sich um ein kleines Wohnhaus, eine Werkstatt und einen Schuppen.

Mehr Bilder findet man dazu hier: Link (20 pics)

Kaffee-Tropfen – 08.02.2014

Tropfen-Fotografie gefällt mir persönlich sehr gut – egal in welche Richtung die Tropfen gehen. Das hat man ja schon im Schokoriegel-Shooting sehen können. So Tropfenfotos sind optisch eine Abwechslung und fotografisch immer wieder eine kleine Herausforderung. Es macht einfach Spaß. 🙂

Diesmal war das Thema Kaffee dran. Und so gab es in einer Tchibo-Filiale ein Kaffee-Tropfen-Shooting.

Die gesamten Bilder findet man hier: Link (15 pics)

 

Urbex #2 – 19.01.2014

Am Wochenende ging es wieder zu einem weiteren Ort zum Thema „Urbex“.

Diesmal war es eine alte Spinnerei (unter anderem) mit einem direkt angrenzendem Wohnareal für die damaligen Arbeiter.

Mehr Bilder von diesem Ort findet man hier: Link (44 pics)

 

Urbex #1 – 29.12.2013

Urbex – Urban Exploration

Über die Details dazu kann man sich gerne mit diversen Suchmaschinen selbst informieren, was sich dahinter verbirgt. Man kann auch sicherlich darüber diskutieren, inwieweit das legal ist. Der wichtigste Satz dazu:

Nimm nichts mit außer (selbst gemachte) Fotos,
lass nichts zurück außer Fußabdrücke.

Mir geht es in erster Linie hier um das Fotografische sowie das Festhalten dieser in Vergessenheit geratener Bauwerke und das Vermitteln in welchen Situationen sich die damaligen Arbeiter/Bewohner befunden haben müssen, die von einem Tag auf den anderen alles liegen lassen (mussten) und weg sind…

Für Fragen mich bitte einfach kontaktieren. Möglichkeiten gibt es ja genug! 😉

 

 

 

Mehr Bilder findet man dazu hier: Link (68 pics)

 

Making of „Splash-Shooting“

Wie im Beitrag „Splash-Shooting“ schon angekündigt, hier ein kleines making-of.

Equipment beim Shooting:

  • 1 Kamera (in meinem Fall die Canon 7D)
  • 2 Stative (1x für Kamera, 1x für ext. Blitz von oben)
  • 4 Blitze
    • 1 interner Blitz, der als Auslöser fungiert
    • 3 externe Blitze
      • davon 1 Canon-Blitz (Speedlite 580ex II), als Slave konfiguriert, der per Funk ausgelöst wurde
      • 2 Blitze, die auf Lichtsensorbasis arbeiten. D.h. die lösen aus, sobald diese erkennen, dass ein anderer Blitz auslöst.
        Das klingt zwar alles nach Kettenreaktion (ist es ja auch) und einem etwas zeitlich verlängertem Ablauf, aber das findet alles in so einem kleinen Zeitfenster statt, dass dadurch kein Problem entsteht.
  • 1 Glas
  • Milch
  • Backblech (oder ähnliches, zum Auffangen der Milch, die direkt vom Glas rausgeschwemmt wird)
  • Alufolie (für das Backblech, damit das Blitzlicht von unten reflektiert wird – man braucht in dem Fall jedes nur mögliche Licht)
  • Objekte zum „in-die-Milch-fallen-lassen“ – bei mir war es ein Schokoriegel.
    Diese Riegel sind länglich. Das hat den Vorteil, dass man etwas mehr Zeit und somit bessere Chancen hat, den Riegel beim Eintauchen in die Milch zu erwischen. Bei meinen ersten Proben hatte ich nur ein kleines Teil (in der Größe einer Erdbeere) zur Verfügung und dabei immer nur den Splash erwischt oder das Teil während der „Flugphase“. Das war dann mit dem Riegel etwas einfacher.
  • Hilfsmittel, die der eigene Haushalt her gibt
    Ich habe das Glas bzw. einen Blitz etwas erhöhen müssen und dazu einfach genommen was daheim verfügbar war
  • mehrlagige Taschentücher
    mehrlagig deswegen, damit man die einzelnen Schichten des Papiers lösen kann. Eine Einzelschicht lag jeweils über den Blitzen, damit kein direktes Blitzlicht auf das Glas bzw. auf die Milch direkt traf und somit keine Überstrahlung entstehen konnte
  • Plastikfolie (zum Abdecken der Fotoausrüstung)
  • eine Küchenrolle
  • etwas Klebeband
  • eine Münze (ich nahm eine EUR 2,- Münze)
    die Münze kommt dann mit dem Klebeband an den unteren Teil dies Schokoriegels. Das bringt nicht nur den Vorteil, dass der Riegel relativ gerade in die Milch eintaucht (er würde sonst noch mehr kippen, als er es eh schon macht), sondern man erzeugt dadurch einen höheren Splash-Effekt. Durch die Größe+Schwere der Münze wird einfach mehr Milch verdrängt und das tut den Fotos gut!

Das Ganze baut man nun auf. Die meisten Dinge sind eh logisch wo sie stehen, bei den Blitzen muss man es einfach ausprobieren. Die 2 (Sensor-)Blitze standen seitlich vom Glas – erhöht, sodass die Blitze über dem Glas waren und das Licht direkt auf den Riegel+Milch fallen konnte.

Das Backblech, in Alufolie eingewickelt, ist direkt unter dem Glas. Nicht nur jetzt wegen der Reflexion der Alufolie von unten, sondern vor allem, dass die überschwappende Milch gut aufgefangen wird. Auch wenn man das anfangs für unnötig hält, glaubt mir – es ist absolut notwendig! 😀

Der Funk-Blitz war auf einem Stativ so knapp wie möglich seitlich der Kamera. Dabei habe ich auch versucht zu schauen, dass der Blitz von oben kommt, aber doch noch etwas von vorne – ich hätte mir ja sonst mit der Hand beim Fallen-lassen des Riegels selbst einen Schatten gemacht. So ging der Blitz von vorne direkt drauf.

Auf die seitlichen Blitze hab ich eine dünne Lage von einem Papiertaschentuch gelegt (wie oben schon erwähnt, wegen den Überstrahlungen). Beim externen Blitz hab ich die Streuscheibe genutzt. Die Plastikschutzfolie sollte man dann um die heiklen Dinge wickeln, z.B. Blitze, Stativ(e), bei Bedarf auch um die Kamera selbst – sollte diese so nah beim Milchglas stehen oder wenn man vor lauter Übermut den Riegel von sehr weit oben fallen lässt und dem entsprechend die Milch den halben Tisch versaut. (Ja, ich spreche hier aus Erfahrung) 😉

Sobald das Ganze mal aufgebaut war, ging es an die Kamera-Einstellungen. Das Glas war zu dem Zeitpunkt noch leer, zum Einstellen ist das auch nicht notwendig.

Meine Kamera-Einstellungen:

  • manueller Fokus
  • ISO 200
  • interner Blitz
  • manuelle Einstellungen
    • Blende 16
    • Belichtung 1/250

Jetzt heißt es solange ausprobieren, Fokus einrichten, Blitze einstellen, ausrichten, bis es auf den Testfotos passt. Ich habe die Höhe der Kamera am Stativ so eingestellt, dass ich einen schönen schrägen Winkel hatte, dass ich das Glas am Foto hatte, aber auch genug Luft nach oben für die Milchtropfenspritzer.

Dann das Glas mit der Milch füllen und den ersten Riegel herrichten. Beim Bekleben des Riegels habe ich aufpassen müssen, dass mir die Schoko vom Riegel nicht gleich zerschmilzt, weil das sonst auf den Fotos hässlich aussehen könnte. Aber wenn man den Riegel seitlich anfasst, dann ist das machbar.

Und dann geht’s auch schon los.

Mit der einen Hand hatte ich den Finger am Auslöser (wenn vorhanden, einen Fernauslöser nutzen), mit der zweiten Hand hielt ich seitlich mit den Fingern den Riegel über dem Glas Milch. Jetzt heißt es den richtigen Moment zu erwischen. Das erfordert ja doch einige Durchgänge. Dazwischen den Riegel immer wieder mit Küchenpapier trocken tupfen, damit keine Milchtropfen zu sehen sind, ebenfalls ist das Milchglas immer wieder zu füllen (wenn genügend Milch im Glas ist, reicht es das mit Wasser aufzufüllen). Aber nicht verzweifeln, man bekommt das schneller in den Griff als man anfangs glauben mag.

Das war’s somit auch mit meinem making-of. Jetzt seid ihr selbst dran! Viel Spaß!