Food-Fotografie – 23.11.2014

Die Food-Fotografie (auch Objekt-Fotografie) gehört für mich zu einem faszinierenden Bereich der Fotografie. Man kann mit Kleinigkeiten, die man verändert, extrem viel aussagen, verbessern oder auch verschlechtern. Hier liegt es oft nur an Millimeter, wie man etwas aufnimmt.

Ich spreche aber hier nicht von der Food-Fotografie, wo man fertiges Essen fotografiert, sondern auch um die „etwas andere“ Präsentation von Lebensmittel. Für solche Ideen orientiere ich mich an Eberhard Schuy, DER Profi für Food- & Objekt-Fotografie.

Hier findet man zwei Versuche von mir. Einmal eine Banane und einmal Erdäpfel-Chips (die Chips-Idee habe ich mir bei Eberhard abgeschaut). 😉

Banane? Banane!
Erdäpfelchips auf einem Salzbett

 

Ich hoffe, dass die Bilder gefallen und als ansprechend empfunden werden! 😉

Fotobuch von saal-digital

Vor kurzem wurde ich von saal-digital.de kontaktiert und gefragt, ob ich deren Fotobuch testen und beurteilen könnte.

Getestet wurde ein Fotobuch (Hardcover) mit einer Geschenkbox. Nachdem ich selbst gerade keinen Druckauftrag für ein Fotobuch hatte, hab ich gemeinsam mit einer lieben Freundin eines für sie erstellt – der Vorteil für mich lag darin, dass sie bereits ein Fotobuch bei einem österr. Händler bestellt hatte und davon ein 2. Exemplar benötigte. Das haben wir dann bei saal-digital.de erstellt – zum Vergleichen der Qualität war das für mich natürlich ideal.

Zwecks Übersicht beurteile ich die Software+Erstellung und das fertige Fotobuch.

Die Fotobuch-Software
Die Software war schnell geladen und installiert. Neben der saal-digital-Software wird auch Adobe AIR benötigt und bei Bedarf mitinstalliert.

Nach dem Start der Software wird man Schritt für Schritt begleitet. Von der allgemeinen Wahl des gewünschten Produktes (Fotos, Fotobuch, Wandbilder, Karten, Poster/FineArt, Kalender, Fotogeschenke und Mustersets/Testprints) bis zur Auswahl der Details (Seitenanzahl, glanz/matt, usw.)

Bevor man das Fotobuch mit den Bildern füllt, kann man sich noch entscheiden, ob man es komplett in Eigenregie erstellen will oder ob man Unterstützung vom Programm haben möchte.

Das Füllen mit den Bildern geht einfach und intuitiv (bei Bedarf kann man sich ein Video als Erklärung anzeigen lassen – nicht aus der Software heraus, sondern auf der Startseite der Homepage). Jedes eingefügte Bild hat eine Menge an Optionen, mit denen man wie gewünscht das Bild ein- und verstellen kann. Und so geht es einigermaßen zügig voran, wenn man sich dann nicht – so wie ich – in einigen Details verzettelt. Aber dafür kann die Software nichts.

Sobald man fertig ist, legt man den gesamten Artikel in den Warenkorb. Zuvor prüft aber das Programm das erstellte Projekt und weist hier auf mögliche Fehler hin. Die Funktion ist sehr gut. Leere Textfelder, leere Seiten, aktivierte Bildbearbeitung der eingefügten Bilder usw. werden genau angezeigt. Man kann diese einzeln korrigieren oder eine Einstellung für alle übernehmen oder man ignoriert einfach die Infos.

Wenn man dann alle Daten eingegeben hat und bestellt, kann man noch wählen, ob man das Paket über das Internet hochladen oder alternativ (zum Schicken per Postweg) auf CD brennen möchte. Das Übertragen der Daten (in unserem Fall waren es 70MB) ging flüssig ohne Probleme. Was ich hier nicht weiß, wie man da bei einer Unterbrechung der Übertragung umgeht – beginnt der Upload von vorne oder macht er weiter, wo er zuvor abgebrochen hat?

Nachdem die Firma Ihren Sitz in Deutschland hat und die Lieferung nach Österreich ging, habe ich mit hohen Portokosten gerechnet. Aber für mein gewähltes Fotobuch inkl. Geschenkbox (in Summe knapp 0,5kg) fand ich die Kosten von EUR 3,90 nicht schlimm. Da gibt es wesentlich unverschämtere Preise von anderen Firmen.

Fazit zur Software:
Sie ist leicht verständlich und man hat viele Möglichkeiten sein Bild nach eigenem Wunsch zu gestalten, für einen Laien möglicherweise auch _zu_ viele Optionen. Allein bis man alle Varianten einmal gesichtet und tlw. auch ausprobiert hat, vergeht viel Zeit.

Was mir nicht so gut gefiel:

  • Ich kann nur vorgegebene Schriftarten nutzen. Das mag vielleicht für den Druck wichtig sein, aber bei bestimmten Fotoaufträgen will ich eine individuelle Schrift nutzen können
  • Textfeld bearbeiten war etwas umständlich. So intuitiv das Fotobuch erstellen war, so verwirrend ist es beim Textfeld. Es sind nur Kleinigkeiten, aber in Summe hat es mich gestört. Darum habe ich dann auch auf viel Text im Fotobuch verzichtet.
  • Ich hätte mir gerne eine bessere Vorschau gewünscht. Es gibt zwar diesen Modus, aber hier wird das gleiche angezeigt, wie beim Entwurf. Der Unterschied ist nur minimal sichtbar. Da wäre eine 3D-Vorschau schön und zur Beurteilung besser. (kenne ich so von der Konkurrenz)
  • Nur als Anmerkung (weil nicht so schlimm): Was uns gefehlt hat, war bei der Auswahl des Hintergrund-Musters, das typische klischeehafte Sand-/Strand-/Meer-Muster, obwohl viele zur Auswahl stehen. Das ist zwar ziemlich 08/15, aber die meisten Fotobücher werden vom Urlaub erstellt. Und da passt dieses Muster perfekt dazu. Ohne dem muss man improvisieren (wir nahmen ein Sandstrand-Bild als Hintergrund).


Das Endprodukt
Von der Bestellung weg bleibt man, wenn man möchte, immer informiert, welchen Status das Fotobuch gerade hat. Die Erstellung sowie die Zustellung gingen sehr flott. Bereits am 3. Tag hatte ich die Lieferung in der Hand.

Anfangs hat mich die Größe des Paketes überrascht. Zur Erinnerung: wir haben ein 19×19 Fotobuch bestellt. Der Karton war ca. 35×35 – mein erster Gedanke: hab ich die falsche Größe bestellt? Aber nach dem Öffnen wusste ich gleich, woher die Größe kommt. Es ist die Geschenkbox, sie ist 33 cm x 33 cm x 3,5 cm groß.

Wenn man sich nun das 19×19 Fotobuch dazu vorstellt, wirkt dieses in der Geschenkbox etwas verloren, wie man auf dem Bild hier sieht.

Fotobuch Geschenkbox

Bei größeren Fotobüchern macht es Sinn (gerade für Fotografen, die es ihren Kunden weiter geben). Bei kleineren wirkt es eher witzig bzw. schwer überdimensioniert.

Zur Qualität:
da gibt es überhaupt nichts auszusetzen. Es gibt keine weißen Ränder, keine Schnittspuren, sauber geklebte Ränder und der Druck ist perfekt. Gerade in der Mitte von Fotobüchern ist immer wieder der heikelste Teil, ob das beim Druck klappt, ob man etwas sieht – hier absolut kein Problem.

Fotobuch Druck über Mitte

Man sieht schön, dass der Druck auch über die Mitte problemlos funktioniert.

Was mir als Fotograf, der solche Fotobücher (mit/ohne Geschenkbox) an seine Kunden übergeben kann, gut gefällt, ist der Verzicht der Eigenwerbung vom Hersteller. Das stört mich gerade bei einem österreichischen Hersteller ziemlich, es wirkt unprofessionell. Aber bei saal-digital.de fällt das weg, man hat nur auf den letzten Seiten in der Ecke einen sehr kleinen, fast unauffälligen, QR-Code.

Gesamtfazit: Empfehlenswert!
Wer sich einmal die Zeit nimmt und sich mit der Software in Ruhe beschäftigt (und das kann man jetzt auch schon, man muss ja nicht zwingend eine Bestellung abschicken), wird seine Freude damit haben, wenn man es dann benötigt. Die kleinen Anmerkungen von mir (Schrift, Textfeld, …) sind Meckern auf einem höheren Niveau, da es das Fotobuch selbst nicht beeinflusst – die vorhandenen Schriften sind für ein normales Fotobuch mehr als ausreichend. Und die Qualität ist perfekt. Ich hab das Fotobuch jetzt schon x-Mal durchgeblättert und genau angesehen, aber ich finde keinen Druck-Fehler. So soll es sein!

Preislich ist es der Konkurrenz ähnlich, hier befinden sich alle im gleichen Bereich. Aber das Preis-/Leistungsverhältnis passt.

Homepage: www.saal-digital.at bzw. www.saal-digital.de

 

 

Zwei in einem

Wie viele Gesichter seht ihr? Zwei in einem? Eines? Oder doch mehr? Wenn ihr mehr Gesichter als zwei seht, dann habt ihr verdammt viel Phantasie. Mehr als ich. 🙂

Es ist mal was anderes und ich hoffe, es gefällt.

Und natürlich ein Danke an mein Model. 🙂

Milchstrasse

Letzte Nacht war es klar, keine Wolken in Sichtweite, und die Temperatur war auch erträglich. Darum hab ich mich an die Milchstrasse rangewagt. Das Ergebnis seht ihr hier.

Man konnte sie auch so mit freiem Auge, wenn auch nur sehr schwach, erkennen, aber mit der Cam tut man sich etwas leichter! 😉

Noch besser wäre es geworden, wenn ich die Cam nach „links unten“ (vom Bild her gesehen) geschwenkt hätte, aber das ging nicht, weil da schon das Nachbarhaus dann im Weg war.

Interview Borderline – 06/2014

(am Ende des Interviews sieht man Bilder der Narben von Nadja)

Ich weiß, dass das Bild nicht unbedingt jedem zusagt, aber es ging mir einfach um das Umsetzen eines Themas in Form eines Bildes.

Dieses Thema ist Borderline bzw. in weiterem dann SVV (=selbst verletzendes Verhalten). Im Zuge dieses Themas bzw. durch mein Bild hatte ich die Möglichkeit mit einem jungen Menschen zu sprechen, der selbst Borderline hat und sich selbst verletzt– und so entstand dieses Interview, das – zugegeben – für einen Fotografen eher untypisch ist. Trotzdem wollte ich diese Chance nutzen.

Unser Treffpunkt für das Interview war im Freien. Nadja (wir einigten uns im Vorgespräch für dieses Interview auf diesen Namen) wirkt gut gelaunt, lächelt. Sie kommt mit einem T-Shirt, auf ihren Armen sieht man einige Narben.

Nadja ist jetzt 20 Jahre jung, mit 11 gab es den ersten „Kontakt“ zu Borderline sowie SVV – zu diesem Zeitpunkt wusste sie aber noch nicht, was Borderline überhaupt ist. 4 Jahre später kam Nadja in die Psychiatrie. Seit der Entlassung aus der Klinik kämpft sie sich durch das Leben. Unbemerkt für andere. Fast unbemerkt. Die Narben sind nicht zu übersehen.

 

jp: Was genau ist eigentlich Borderline?

Nadja: aus ärztlicher Sicht wird es als Persönlichkeitsstörung, als emotionale instabile Persönlichkeitsstörung definiert, die aufgrund von 9 Kriterien beurteilt wird. Da gehört Instabilität im beziehungstechnischen Bereich sowie auch Selbstschädigung dazu.

 

jp: das ist die ärztliche Sicht. Und deine dazu? Wie definierst DU das?

Nadja: (denkt nach) naja, ich bin wesentlich sensibler und reagiere auf Dinge, auf die anderen nicht reagieren würden, total heftig. Es gibt Situationen, die für andere nicht schlimm sind, aber für mich extrem schlimm sind und dass vieles für mich viel intensiver ist.

 

jp: Ist das auch umgekehrt? Gibt es Dinge, wo andere Menschen sich aufregen, aber dir diese Situation komplett egal ist?

Nadja: ja. Das kommt zwar auf meine aktuelle Phase drauf an, aber wenn ich diese „mir-ist-alles-egal“-Phase habe, gibt es wirklich nichts, was mich aufregt.

 

jp: Was ist SVV?

Nadja: selbstverletzendes Verhalten. Also im Prinzip dass man sich auf allen erdenklichen Wegen irgendwie selbst schadet, Schmerzen zufügt. Sei es durch schneiden, verbrennen, Kopf gegen die Wand, …

jp: also egal wie, der Schmerz selbst ist wichtig?

Nadja: ja, genau.

 

jp: was ist der Schmerz für dich? Eine Beruhigung?

Nadja: Das kommt auf die Situation an. Spannungsabbau, Stressabbau. Oder wenn ich gerade meine, vorhin schon erwähnte, „mir-ist-alles-egal“-Phase habe, wo ich nichts mehr wahrnehme, eben damit ich wieder etwas wahrnehme. Oder wenn mich Situationen in dem Moment gerade überfordern, wenn ich mich dann verletze, gibt es nur den einen Moment, den Schmerz und macht somit meinen Kopf frei von allem anderen, was mich gerade fertig macht.

 

jp: seit wann verletzt du dich selbst?

Nadja: das kann ich nicht genau sagen. Das ist irgendwie so entstanden. Ich kann mich erinnern, dass ich mich als Kind schon verletzt habe, indem ich Körperteile von mir z.B. gegen die Bettkante geschlagen habe, weil ich auf mich oder wem anderen gerade sauer war.

 

jp: seit wann weißt du, dass das, was du da tust SVV heißt?

Nadja: Also über die Selbstverletzung habe ich mir früher nie wirklich Gedanken gemacht. Erst so ab 11, 12 wie es mit dem Schneiden losging, wo man doch allgemein weiß, dass das nicht unbedingt normal ist, war das halt einfach so – man denkt da nicht einfach nicht darüber nach.

 

jp: du betonst das „normal“ so. Siehst du selbst, das was du tust, für „nicht normal“?

Nadja: (lacht) Ich sehe es als „nicht normal“, weil ich weiß, dass die Gesellschaft „normal“ anders definiert, als ich es sehe. Für MICH ist es normal, weiß aber, dass es für meine Mitmenschen nicht-normal ist.

 

jp: Woher kommt aus deiner Sicht Borderline?

Nadja: ich bin von Natur aus ein sehr sensibler Mensch, wenn dann das Umfeld noch dazu kommt und sich mit meiner Sensibilität kreuzt, was nicht ganz so optimal ist, entsteht das einfach so. Da spielt auch das Umfeld mit.

 

jp: Hat dein Umfeld dazu beigetragen?

Nadja: in gewisser Weise bestimmt.

 

jp: haben dir Ärzte das nie gesagt oder mit dir darüber gesprochen?

Nadja: (beginnt zu lachen) die wollen eher von mir wissen, warum ich es mache.

Also wenn sie etwas gesagt haben, dann habe ich das nie erfahren. Die Ärzte haben es früher meinen Eltern gesagt und die haben es mir nicht gesagt. In den ganzen Befunden steht, dass Spannungszustände daran schuld waren. Aber mehr weiß ich dazu nicht, weil ich gar nicht so viele Befunde habe.

 

jp: Also Ärzte haben mit dir selbst nie darüber gesprochen?

Nadja: schon, aber nur um mich zu fragen, warum ich es mache. Nicht wirklich um mir zusagen, was der Auslöser bei mir sein könnte.

Das lag damals sicherlich auch daran, dass ich noch minderjährig war. Die Ärzte haben versucht zwischen mir und meinen Eltern zu vermitteln, weil ich mit ihnen nie darüber reden wollte, meine Eltern aber wiederum unbedingt wissen wollten, warum ich das mache um es zu verstehen.

 

jp: Haben die Ärzte dir zumindest gesagt, was du tun kannst, damit es dir besser geht?

Nadja: Ja, mir wurden immer wieder Ansätze gesagt, was ich tun könnte anstatt mich zu verletzen. Aber das hat nie so ganz gefruchtet. (lacht)

jp: weil das, was die Ärzte empfohlen haben, für dich sinnlos war?

Nadja: nicht weil es sinnlos ist, einfach weil es für mich eine einfachere Lösung ist mich zu verletzen als zu versuchen mich stundenlang abzulenken um runter zu kommen. Da mach ich das halt, ist in 20 Minuten erledigt und ich kann ganz normal weiter machen, bevor ich da 2-3 Stunden herumkämpfe, damit ich es nicht mache und am Ende dann erst recht mache.

 

jp: in welchem Zusammenhang steht Borderline und SVV

Nadja: grundsätzlich kann Selbstverletzung ein Symptom von Borderline sein. Es gibt auch Borderliner, die sich nicht verletzen.

Wie schon erwähnt hat Borderline 9 Kriterien und um eine Diagnose erstellen zu können, muss man 5 davon erfüllen. Selbstverletzung ist auch ein Kriterium. Es gibt ja auch Menschen, die sich selbst verletzen und nicht gleich Borderline haben.

Unter Selbstverletzung, Selbstschädigung fallen ja einige Dinge. Riskantes Autofahren, Essanfälle, Substanzmissbrauch, Spielsucht usw.

 

jp: und von diesen 9 Kriterien treffen wie viele auf dich zu?

Nadja: ich finde, dass diese Kriterien sehr schwammig beschrieben sind und irre viel Spielraum lassen. Da liegt viel am Arzt, welche Diagnose er stellt.

Wenn man sich diese Kriterien anschaut, treffen die bis zu einem bestimmten Grad auf jeden normalen Menschen zu.

 

jp: kannst du dich noch an deinen 1. Schnitt erinnern?

Nadja: ich glaube schon, dass ich mich erinnern kann, aber das war aus einer ganz anderen Intention heraus. Ich hab nur als Nebeneffekt festgestellt „he, das ist ja gar nicht so schlecht“

 

jp: du hast dich also unabsichtlich geschnitten und dabei bemerkt, dass dir das gut tut?

Nadja: nein, schon absichtlich. Ich hatte damals eine sehr gute Freundin und ich hab mir ihren Namen in den Unterarm geritzt. Nur ganz leicht mit Draht. Aber ich bin dabei drauf gekommen, dass dabei schlechte Gefühle weg gehen. So entstand das.

 

jp: was genau bewirkt der Schmerz?

Nadja: Das bewirkt, dass in diesem Moment, wenn der Schmerz da ist, alles andere ausgeblendet ist Manchmal ist da so ein Gedankenkarussell und wenn ich mich dann verletze, ist das in dem Moment nicht mehr da.

 

jp: tut es dir richtig weh, wenn du dich verletzt oder spürst du da nur etwas?

Nadja: es tut anders weh, als wenn ich mich unabsichtlich verletze. Es ist einfach ein anderes Gefühl.

 

jp: ich habe zu dem Thema ja ein Bild gemacht. (Anmerkung: das Bild ganz oben mit der Rasierklinge und dem Blut). Löst dieses Bild bei dir etwas aus?

Nadja: Das kommt auf die Situation an. Jetzt wäre es mir einfach egal. Wenn es mir schlecht geht und ich würde das Bild sehen, dann denk ich mir schon, ja das würde ich jetzt auch gern machen.

 

jp: was löst bei dir den Wunsch nach SVV aus?

Nadja: wenn mich halt total was überfordert um in der Situation normal weiter machen zu können.

Oder es ist ein ganz komisches Gefühl. Wenn man sich denkt „bin ich wirklich oder bilde ich mir das alles nur ein?“ und wenn ich blute, weiß ich, dass ich da bin und lebe.

 

jp: was genau machst du um dein Bedürfnis nach SVV zu stillen abhängig vom Ort?

Nadja: daheim ist das alles kein Problem, in der Firma kann man sich auch helfen, man geht halt einfach aufs WC.

jp: hast du dann immer etwas zum Verletzen mit?

Nadja: man braucht ja nicht immer etwas mit. Scharfe Kanten, wo man dagegen schlagen kann, gibt es überall. Im Notfall genügt es, auch wenn ich immer Rasierklingen bei mir mithabe.

jp: Ok, soweit daheim und in der Firma. Wie machst du das z.B. an öffentlichen Plätzen?

Nadja: für solche Fälle komme ich mit Kleinigkeiten zB zwicken über die Runden, bis zur nächsten Gelegenheit.

 

jp: Wie geht es dir direkt nach dem Verletzen?

Nadja: manchmal bekomme ich ein schlechtes Gewissen, aber es geht mir auf alle Fälle besser, weil die Anspannung weniger bzw. weg ist.

 

jp: Gibt es Lieblingsmethoden beim Verletzen?

Nadja: ja, schneiden.

jp: egal mit was?

Nadja: nein, nur mit Rasierklingen.
Es macht mich fertig, wenn ich mich mit etwas Stumpfem schneiden müsste. Da geht es mir dann oft noch schlechter, weil ich mich dann ärgere, weil es nicht so geworden ist, wie ich es haben wollte.

jp: d.h. in solchen Fällen wird es dann eigentlich noch schlimmer. Du ärgerst dich über das stumpfe Teil dann mehr als über den eigentlichen Auslöser?

Nadja: Ja, aber meistens verletze ich mich danach gar nicht mehr, weil ich so frustriert bin. Ich hab eine bestimmte Vorstellung im Kopf, wie ich es haben will. Wo ich es haben will, wie tief ich es haben will und wie viel ich es haben will. Und wenn das dann nicht so wird, wie ich wollt, ist es so frustrierend, dass ich gleich drauf pfeif.

 

jp: bereust du bisherige Verletzungen?

Nadja: nur in manchen Situationen. Im Winter ist es mir egal, im Sommer ist es tlw. unangenehm, wenn man in öffentlichen Verkehrsmittel oder allgemein in Wartesituationen ist. Die Leute schauen einen an. Ist ja auch verständlich, mache ich auch. Aber manche schauen dann einfach so unangenehm, dass man einfach nur gehen will.

Mir sind die Narben nicht peinlich, aber es ist mir peinlich, wenn ich wegen den Narben angeschaut werde.

 

jp: in der Phase, wo es dir gerade nicht gut geht und du dich verletzen willst, bemerkt das dein Umfeld?

Nadja: nein, ich glaube nicht, dass das wem außenstehenden auffällt.

 

jp: Wie geht dein Umfeld damit um, dass du dich selbst verletzt?

Nadja: die Eltern halten sich relativ raus. Mein Vater immer schon, meine Mutter hat anfangs versucht mit allen möglichen Mitteln auf mich einzureden. Warum mein Vater nie mit mir darüber gesprochen hat, weiß ich nicht. Ich würde aber mit ihnen auch gar nicht darüber reden wollen.

 

jp: Und deine Verwandtschaft?

Nadja: ich weiß nicht, was meine Eltern ihnen erzählt haben, aber es spricht mich keiner darauf an.

 

jp: wie reagieren Fremde, die deine Narben sehen?

Nadja: Es gibt welche, die schauen nur kurz, andere richtig penetrant. Eine Frau wollte einmal wissen, ob mir das weh tut, aber sonst wurde ich noch nie darauf angesprochen.

 

jp: Wissen alle deine Freunde davon?

Nadja: ja, denn eine Freundschaft auf Basis aufzubauen, dass ich immer langärmelig rumlaufen müsste oder sie dauernd anlügen zu müssen, warum ich z.B. nicht schwimmen gehen kann, das will und kann ich nicht.

 

jp: Versteckst du die Narben lieber generell?

Nadja: kommt auf die Situation an. Gerade Behördengänge, da kommt das einfach nicht gut an, weil man ja doch gleich schnell abgestempelt wird…

 

jp: du sitzt mir hier im Interview kurzärmelig gegenüber. Würdest du so jetzt auch zum Supermarkt einkaufen gehen oder wäre das unangenehm?

Nadja: Ja, ich würde so auch einkaufen gehen.

 

 jp: Das Umfeld reagiert also sehr unterschiedlich. Wie reagierst du dann auf das Umfeld?

Nadja: wenn mich jemand extrem penetrant anschaut, ist mir das unangenehm. Ich versuche da bewusst Blickkontakt aufzunehmen, die hören dann auf. Aber es gibt auch paar Sonderfälle, die dann weiterhin hinstarren.

 

jp: Wie reagierst du auf Berührungen der Narben?

Nadja: Das kommt darauf an wer es macht. Wenn es Leute sind, die ich zwar schon kenne, aber doch fremd sind, dann ist es mir trotzdem unangenehm.

 

jp: darf die Narben jeder berühren?

Nadja: Das ist für mich eine intime Sache. Klar, wenn man mit Freunden rumalbert und die greifen mal drauf, dann ist das kein Problem. Aber wenn das Leute sind, die ich nicht so gut kenne oder so wie ein ganz Fremder mal zu mir her kam und mich angreift – das ist schon sehr unangenehm und absolutes NoGo.

 

jp: Sind Beziehungen schon daran zerbrochen?

Nadja: An Selbstverletzung direkt nicht, aber an Borderline an sich, diese ganze zwischenmenschliche Instabilität, ja. Ich weiß, dass ich in Beziehungen irrsinnig anstrengend sein kann. Das weiß ich alles selbst, aber in der Situation ist das Handeln für mich absolut normal und nachvollziehbar. Aber Tage später frag ich mich dann schon, warum ich das gemacht habe.

 

jp: War der Grund für die Trennung Borderline selbst oder das daraus resultierende Verhalten?

Nadja: Mein Verhalten.

 

jp: Musst du Medikamente nehmen?

Nadja: Zwingen kann mich niemand, aber ich habe welche, die ich in bestimmten Situationen nehmen kann. Nur wenn ich die nehme, muss ich einplanen, dass ich 8-9 Stunden danach schlafe. Ich muss einplanen, dass ich 1-2 Stunden nach dem Aufwachen noch immer benebelt bin, mich nicht konzentrieren kann. Also Autofahren geht nicht. Da ist das Verletzen kurz und bündig. Das geht schneller und ich brauch das alles nicht so einplanen.

 

jp: hast du schon mal bewusst mehr Medikamente genommen als du solltest?

Nadja: Ja.

jp: weil?

Nadja: früher, wie ich noch keine Bedarfsmedikation hatte, hab ich immer mehr von der normalen Medikation genommen.

 

jp: Wo ist für dich der Unterschied bei Bedarfs- und normaler Medikation?

Nadja: normale Medikation ist das was man jeden Tag nimmt, Bedarfsmedikation für Notfälle. Ich hab nur Bedarfsmedikation. Anfangs hatte ich auch normale Medikation, aber die wollte ich nicht mehr nehmen, ich hatte das Gefühl ich wäre dauerhaft gedämpft. Begeistert war mein Arzt nicht, aber zwingen konnte er mich nicht.

 

jp: zurück zu meiner vorherigen Frage. Warum hast du bewusst mehr Medikamente eingenommen?

Nadja: Es gab Situationen, da wollte ich einfach lang schlafen, die ganze Welt soll mich in Ruhe lassen. Und weil es einfach ein eigener Kick ist, weil man nicht weiß, was mit dem Körper passiert. Nicht ganz so extrem, aber man weiß nicht, ob man es überlebt oder nicht. Man probiert einfach aus und denkt sich, na vielleicht wache ich morgen auf oder nicht. Man weiß nicht was passiert, das ist ein gewisser Kick.

 

jp: du weißt aber in dem Moment schon was du tust oder bist du in so einer Stresssituation, dass du gar nicht weißt, dass du zu viele Medikamente eingenommen hast?

Nadja: Es gab schon beide Situationen. Ich hab auch schon bewusst damit gepokert, wenn irgendwas schief läuft, wache ich morgen halt nicht auf.

jp: ist das noch so?

Nadja: nein, das war so. Ist schon länger her. Auch wenn ich manchmal das Bedürfnis danach hätte, aber halt nicht mache.

 

jp: Warst du schon mal deswegen im Spital? (Borderline/SVV)

Nadja: Ja

 

jp: weil eine Selbstverletzung so schwer war?

Nadja: ja, 1x. Heute würde ich deswegen aber nicht mehr fahren. Das Spital hat mir damals sogar angeboten, dass ich mit einem Psychiater reden sollte – man hat ja gesehen, dass ich mich selbst verletzt hatte – , aber das wollte ich nicht.

 

jp: was war der Auslöser, dass du in eine Psychiatrie gekommen bist?

Nadja: da sind viele Sachen zusammen gekommen. Das war eine Kurzschlussreaktion, hab mir alles reingehaut und dann gedacht: „wah, was hast du da gerade gemacht, das kann echt böse ausgehen!“

 

jp: Wie ging es dir in der Psychiatrie?

Nadja: (lacht) kommt drauf an, wie man sich als Patient benimmt.

 

jp: Es ist ja doch schon eine Zeit lang her, kannst du dich da noch genau daran erinnern?

Nadja: Manche Details weiß ich schon noch, aber andere Dinge sind wegen den Medikamenten komplett weg.

 

jp: Nutzt du Selbsthilfeforen?

Nadja: ja. Man tauscht sich dort über Therapiemethoden aus und es hilft auch mit „Gleichgesinnten“ (wäre evtl. zu überlegen, das unter Anführungszeichen zu setzen, sonst hört sich das irgendwie sektenmäßig an) zu schreiben.

 

jp: Pflegst du deine Narben? Die Frage hat eine gewisse Doppeldeutigkeit. Also schmierst du diverse Cremen auf deine Narben und schneidest du immer wieder dieselben Narben auf?

Nadja: Ja eine Feuchtigkeitscreme, wenn sie jucken, aber nicht aus optischen Gründen.

Und ich schneide nicht immer die gleiche Narbe.

 

jp: deine Narben am Oberarm gehen in unterschiedliche Richtungen. Absichtlich?

Nadja: die andere Richtung ist von früher und nervt mich total (lacht), weil sie das Bild zerstören.

 

jp: gibt es Lieblingsstellen, wo du dich schneidest?

Nadja: Ja, jetzt im Moment die Oberarme. Früher waren es die Unterarme. Aber dort traue ich mich nicht mehr zu schneiden, weil ich nicht weiß, ob ich was Wichtiges zerschneide.

Und sonst Stellen, die man im kurzen Gewand nicht sieht.

 

jp: Wir sind damit am Ende vom Interview, vielen Dank für das nette und offene Gespräch!

Die Abschlussworte vom Interview gehören dir. Was willst du den Menschen mitteilen?

Nadja: Im Prinzip nur, dass ich normal bin und das Leben inkl. Gefühle halt intensiver erlebe als andere und einfach nur ein Mensch bin, so wie alle anderen auch.

 

Making of Hochzeitsfotos – 20.07.2014

Daniel Schalhas (inShot Photography) hatte im Mai auf seiner Facebook-Seite einen Aufruf gestartet, dass sich Brautpärchen bei ihm für ein Shooting melden sollen. Dieses Shooting fand jetzt statt und ich war als Making of Fotograf dabei.

Hier sieht man einen kleinen Auszug aus der Making of Hochzeitsfotos Serie.

Daniel gibt die Anweisungen wie er sich das Foto vorstellt.
Und Action…
Für gute Bilder gibt es keine Hindernisse.
Andere Bildkomposition
Unterstützt wurde Daniel von Michael Schafranek, der hier gerade shootet.
Hier sieht man schön was richtiges Zubehör ausmacht.
Ein Oldtimer kam auch zum Einsatz.
Von der anderen Seite…
Aus (fast) Fotografen-Sicht.
Ortswechsel und Einsatz vom Assistenten Max
Für gute Foto zählt jeder Einsatz!
Die Braut gibt alles! 😉
Einsatz kann man Daniel nicht absprechen.
Man kann sich hier schon gut vorstellen wie das fertige Foto aussehen wird.

 

Es war ein heißer und anstrengender Tag für alle – vor allem für das Brautpaar, die bei den Temperaturen, an dem Tag war es bis zu 36°C heiß, geduldig ohne Murren vor der Kamera standen.

Mir hat’s Spaß gemacht! 😉

Porträt Sandra

Sandra war so nett und hat sich für ein Porträt-Shooting, im Freien und inhouse zur Verfügung gestellt. Das hier ist nur ein kleiner Auszug der gesamten Fotos.

Danke Sandra für deine Geduld, hat Spaß gemacht! 😉

 

Zeitschrift: Digitale Fotografie

Vor kurzem wurde ich vom Ultimate Guide Media Verlag kontaktiert: man möchte mir eine Ausgabe der Zeitschrift „Digitale Fotografie“ zum Anschauen und Beurteilen zusenden.

Diese Ausgabe liegt nun vor mir und ich bin überrascht, positiv überrascht. Beim ersten schnellen Durchblättern bleibe ich immer wieder bei einigen Bildern bzw. Beiträgen hängen. Das Heft spricht mich mehr an, als ich erwartet hätte. Für mich macht es die Zusammensetzung der Themen, sowie die Art der Beiträge und Details, aus.

Aber nun der Reihe nach:

Schaukasten
Zu Beginn sieht man Bilder von den Lesern. Bei jedem Bild steht, von wem es ist, was der Leser hauptberuflich macht, wie und wo dieses Bild entstand und – das für mich wichtigste – die Belichtungsdaten, wie genau dieses Foto dann gemacht wurde. Gerade der letzte Punkt macht es für mich aus. Wie viele Bilder sieht man im Netz ohne zu wissen mit welchen Einstellungen es geschossen wurde? Und viele Fotografen geben diese Infos nur ungern oder gar nicht her (Ausnahmen bestätigen die Regel).

Die Entstehungsgeschichten der Bilder sind angenehm und kurzweilig zu lesen, ich fand diese Hintergrundinfos wie das Bild entstand, sehr interessant.

Aus diesen Bildern kann man sich viele Ideen und Anregungen holen, die Belichtungsdaten sind gerade für Anfänger ideal um daraus zu sehen, wie das gemacht wurde. Nur bei einem Beitrag (lt. Angaben ist er Fotograf und Grafiker) missfiel mir die Überheblichkeit des Lesers. Die Bilder waren toll, aber er machte den Eindruck auf mich, dass er sich über sein Equipment identifiziert, so nach dem Motto „nur wer teures Equipment hat, macht gute Bilder). Aber das war nur meine persönliche Meinung beim Lesen.

Bei den meisten tollen Bildern denke ich mir, dass diese Leser ihren eigentlichen Beruf verfehlt haben. Da ist Talent in Massen „versteckt“.

Mach Dein Bild
Über 35 Seiten werden hier Bilder zu vielen verschiedenen Themen (in meiner Ausgabe waren das: Studioleben, Landschaftsaufnahme, Reflexionen, Panorama, Makro, Porträt mit Wind, Nachtfahrt) gezeigt. Das wäre ja jetzt noch nichts Außergewöhnliches, wenn da nicht bei jedem Bild ein Making-of wäre. Jedes Bild wird genau erklärt, wie es gemacht wurde – Cam-Montage am Stativ, Lichtsituation+Einstellung oder wie gewisse Effekte erstellt wurden. Manche sind so simple, dass ich mich gefragt habe, warum ich da noch nicht selbst drauf gekommen bin. Ich habe mir daraus schon einige Idee auf meine „to-do“-Liste geschrieben.

Kreatives Auge
Hier werden zu verschiedenen Themen mehrere mögliche Umsetzungen gezeigt. Einige kennen das sicher aus diversen Foto-Communities, wo ein Thema vorgegeben wird und die Fotografen versuchen das umzusetzen. Das hat mich persönlich angesprochen, weil Teile davon genau in mein Interessensgebiet fallen. Der Abschnitt gefällt sicher nicht jedem, aber Ideen kann man sich trotzdem herauspicken.

Kameratechnik
Der für mich schwächste Teil im Heft. Auf 2 Doppelseiten werden ein paar Funktionen der Kamera erklärt, was sie können, was man damit macht. In dem Fall waren das Histogramme, LiveView, Bildschirmhelligkeit vom Cam-Display, Auto ISO, Bildstile, Sensorreinigung, Bedienelemente und ein paar kleine Infos.
Ich will da jetzt nicht auf alles eingehen, aber, dass eine Fachzeitschrift Bildstile empfiehlt, finde ich ganz ehrlich für falsch. Man sollte die Leser meiner Meinung nach eher dazu animieren, weg davon zu kommen und die Cam + diverse Einstellungen zu verstehen. Da ist der Weg über die Bildstile in meinen Augen dafür nicht richtig.

So werden Sie zum Porträt-Experten
Über 25 Seiten gibt es hier Tipps zum Porträt-Thema im Bereich Blitzen, sowie Lichtstimmungen (Tageslicht+Blitz), aber auch unterschiedlicher Posen. Da sind gute Ideen dabei, also wer sich für das Thema Porträt interessiert, findet hier sicher gute Anregungen. Auf alle Punkte kann ich hier nicht eingehen, das würde dann etwas zu viel werden.

Expertenmeinungen
Hier haben die Leser die Möglichkeit ihre Bilder von Experten beurteilen zu lassen. Die Experten sagen dann was an dem Bild gefällt bzw. was man ändern könnte.

Ich weiß nicht, ob diese Expertengruppe in jedem Heft die gleiche ist. In meiner Ausgabe waren es Daniel Lezano, Ross Hoddinott, Lee Frost und Jordan Butters.

Jedes Leser-Bild wird von 2 Experten beurteilt. Sie gehen auf das Bild ein, sagen was ihnen gefällt, erwähnen aber auch was man besser machen könnte. Die Kritik ist sachlich und es gibt Verbesserungsvorschläge, auch wenn ich nicht allen zustimme – aber das ist schon ok so, schließlich sind Geschmäcker verschieden. 😉 Jede Kritik wird auch begründet, warum man es besser anders gemacht hätte.

Profifotografen auf Reisen
Wie der Thementitel schon verrät, sind hier die Fotografen unterwegs und berichten von ihrer Reise. Was mir hier leider fehlt, ist genau das, was ich zum Beginn des Heftes gelobt habe – die Info der Aufnahmedaten. Es sind tolle Bilder dabei, aber leider erfährt man nicht, wie diese gemacht wurden. Die Fotografen erzählen zwar, wie ihre Planung aussieht, also welche Art von Bilder man mit nach Hause nehmen will bzw. durch den Auftrag einer Agentur mitbringen muss, aber auf die genauen Aufnahmedaten wird nicht eingegangen. Und ganz ehrlich: um solche Aufträge beneide ich diese Fotografen. 😉

Zum Abschluss: Kurz belichtet
In diesem Abschlussteil des Heftes geht man auf alles in der Welt der Fotografie ein, was gerade aktuell – oder wie es im Heft steht „angesagt“ – ist.
Über die Ergebnisse von Wettbewerben bis zu Produktneuheiten wird hier einiges angeführt.

Auf der letzten Seite findet man ein nettes Gadget. Da es die letzte Seite ist, ist diese etwas stärker gedruckt – und darauf findet man eine Graukarte sowie Weissabgleichkarte zum Ausschneiden. Das finde ich eine nette Idee. 🙂

Fazit:
Wie zu Beginn geschrieben, das Heft macht Spaß zum Durchblättern und ich habe mir daraus einige Ideen geholt.

Die Heftkosten: DE EUR 9,99 / AT EUR 11,- / CH CHF 15,- / LU+BE EUR 11,50

 

Zum Abschluss noch eine kurze Info an den Ultimate Guide Media Verlag.

Wenn ihr Fotografen ersucht, euer Magazin durchzuschauen, zu beurteilen und darüber zu bloggen, dann macht das mit einer neutralen Aufforderung. Der Zusatz „Wenn Ihnen die Zeitschrift gefällt, würden wir uns freuen, wenn Sie darüber bloggen und wir sorgen dafür, dass Sie unsere Zeitschrift ein ganzes Jahr lang kostenlos weiterhin bekommen!“ kann als Aufforderung verstanden werden, dass man nur darüber bloggen soll, wenn es einem gefällt. Und dieser Satz kam bei etlichen Fotografen, die ihr angeschrieben habt, nicht gut an. Da wäre es besser gewesen, ihr hättet ein Exemplar zum Testen verschickt und danach, wenn der Fotograf sein Ergebnis gepostet hätte, als Danke schön von euch das Jahres-Abo angeboten.

Ich gehe mal davon aus, dass ihr von eurer Zeitschrift überzeugt seid – dann habt ihr so etwas nicht notwendig. Für mich war es ein Grund darüber länger nachzudenken, ob ich auf euer Angebot überhaupt einsteige. Das Ergebnis sieht man hier, die Zeitschrift ist ok – aber die Beurteilung ist sicherlich nicht wegen eurem Angebot entstanden.

Urbex #7 – 31.05.2014

An dem Tag suchten wir dann noch ein 2. Gebäude auf. Der Zugang war diesmal nicht ganz so einfach, da direkt neben dieser alten Fabrik Wohngebäude stehen – also „unauffällig“ wäre das nicht möglich gewesen, da sich doch einige Menschen im Freien aufhielten. Also bevor wir uns Ärger einholen oder wieder fahren, hab ich dort einfach gefragt, ob wir uns das anschauen dürfen. Und bisher sind wir damit immer noch gut gefahren, auch diesmal – wir „durften“ auf eigenes Risiko zur Fabrik.

Zur Fabrik: das war eine alte Spiritus-Firma – viel gab es nicht zu sehen, da sie schon ausgeräumt war und sogar die Zwischendecken entfernt wurden.

Die restlichen Bilder findet man hier: Link (24 pics)

Urbex #6 – 31.05.2014

Das diesmal gefundene Urbex-Objekt war ein richtiger Schatz! 😉

Eine ziemlich abgebrannte Diskothek war eine sehr interessante Abwechslung zu den bisherigen Häusern, die wir erkundschaftet haben.

Alle Bilder von diesem Besuch findet man hier: Link (40 pics)