Zeitschrift: Digitale Fotografie

Vor kurzem wurde ich vom Ultimate Guide Media Verlag kontaktiert: man möchte mir eine Ausgabe der Zeitschrift „Digitale Fotografie“ zum Anschauen und Beurteilen zusenden.

Diese Ausgabe liegt nun vor mir und ich bin überrascht, positiv überrascht. Beim ersten schnellen Durchblättern bleibe ich immer wieder bei einigen Bildern bzw. Beiträgen hängen. Das Heft spricht mich mehr an, als ich erwartet hätte. Für mich macht es die Zusammensetzung der Themen, sowie die Art der Beiträge und Details, aus.

Aber nun der Reihe nach:

Schaukasten
Zu Beginn sieht man Bilder von den Lesern. Bei jedem Bild steht, von wem es ist, was der Leser hauptberuflich macht, wie und wo dieses Bild entstand und – das für mich wichtigste – die Belichtungsdaten, wie genau dieses Foto dann gemacht wurde. Gerade der letzte Punkt macht es für mich aus. Wie viele Bilder sieht man im Netz ohne zu wissen mit welchen Einstellungen es geschossen wurde? Und viele Fotografen geben diese Infos nur ungern oder gar nicht her (Ausnahmen bestätigen die Regel).

Die Entstehungsgeschichten der Bilder sind angenehm und kurzweilig zu lesen, ich fand diese Hintergrundinfos wie das Bild entstand, sehr interessant.

Aus diesen Bildern kann man sich viele Ideen und Anregungen holen, die Belichtungsdaten sind gerade für Anfänger ideal um daraus zu sehen, wie das gemacht wurde. Nur bei einem Beitrag (lt. Angaben ist er Fotograf und Grafiker) missfiel mir die Überheblichkeit des Lesers. Die Bilder waren toll, aber er machte den Eindruck auf mich, dass er sich über sein Equipment identifiziert, so nach dem Motto „nur wer teures Equipment hat, macht gute Bilder). Aber das war nur meine persönliche Meinung beim Lesen.

Bei den meisten tollen Bildern denke ich mir, dass diese Leser ihren eigentlichen Beruf verfehlt haben. Da ist Talent in Massen „versteckt“.

Mach Dein Bild
Über 35 Seiten werden hier Bilder zu vielen verschiedenen Themen (in meiner Ausgabe waren das: Studioleben, Landschaftsaufnahme, Reflexionen, Panorama, Makro, Porträt mit Wind, Nachtfahrt) gezeigt. Das wäre ja jetzt noch nichts Außergewöhnliches, wenn da nicht bei jedem Bild ein Making-of wäre. Jedes Bild wird genau erklärt, wie es gemacht wurde – Cam-Montage am Stativ, Lichtsituation+Einstellung oder wie gewisse Effekte erstellt wurden. Manche sind so simple, dass ich mich gefragt habe, warum ich da noch nicht selbst drauf gekommen bin. Ich habe mir daraus schon einige Idee auf meine „to-do“-Liste geschrieben.

Kreatives Auge
Hier werden zu verschiedenen Themen mehrere mögliche Umsetzungen gezeigt. Einige kennen das sicher aus diversen Foto-Communities, wo ein Thema vorgegeben wird und die Fotografen versuchen das umzusetzen. Das hat mich persönlich angesprochen, weil Teile davon genau in mein Interessensgebiet fallen. Der Abschnitt gefällt sicher nicht jedem, aber Ideen kann man sich trotzdem herauspicken.

Kameratechnik
Der für mich schwächste Teil im Heft. Auf 2 Doppelseiten werden ein paar Funktionen der Kamera erklärt, was sie können, was man damit macht. In dem Fall waren das Histogramme, LiveView, Bildschirmhelligkeit vom Cam-Display, Auto ISO, Bildstile, Sensorreinigung, Bedienelemente und ein paar kleine Infos.
Ich will da jetzt nicht auf alles eingehen, aber, dass eine Fachzeitschrift Bildstile empfiehlt, finde ich ganz ehrlich für falsch. Man sollte die Leser meiner Meinung nach eher dazu animieren, weg davon zu kommen und die Cam + diverse Einstellungen zu verstehen. Da ist der Weg über die Bildstile in meinen Augen dafür nicht richtig.

So werden Sie zum Porträt-Experten
Über 25 Seiten gibt es hier Tipps zum Porträt-Thema im Bereich Blitzen, sowie Lichtstimmungen (Tageslicht+Blitz), aber auch unterschiedlicher Posen. Da sind gute Ideen dabei, also wer sich für das Thema Porträt interessiert, findet hier sicher gute Anregungen. Auf alle Punkte kann ich hier nicht eingehen, das würde dann etwas zu viel werden.

Expertenmeinungen
Hier haben die Leser die Möglichkeit ihre Bilder von Experten beurteilen zu lassen. Die Experten sagen dann was an dem Bild gefällt bzw. was man ändern könnte.

Ich weiß nicht, ob diese Expertengruppe in jedem Heft die gleiche ist. In meiner Ausgabe waren es Daniel Lezano, Ross Hoddinott, Lee Frost und Jordan Butters.

Jedes Leser-Bild wird von 2 Experten beurteilt. Sie gehen auf das Bild ein, sagen was ihnen gefällt, erwähnen aber auch was man besser machen könnte. Die Kritik ist sachlich und es gibt Verbesserungsvorschläge, auch wenn ich nicht allen zustimme – aber das ist schon ok so, schließlich sind Geschmäcker verschieden. 😉 Jede Kritik wird auch begründet, warum man es besser anders gemacht hätte.

Profifotografen auf Reisen
Wie der Thementitel schon verrät, sind hier die Fotografen unterwegs und berichten von ihrer Reise. Was mir hier leider fehlt, ist genau das, was ich zum Beginn des Heftes gelobt habe – die Info der Aufnahmedaten. Es sind tolle Bilder dabei, aber leider erfährt man nicht, wie diese gemacht wurden. Die Fotografen erzählen zwar, wie ihre Planung aussieht, also welche Art von Bilder man mit nach Hause nehmen will bzw. durch den Auftrag einer Agentur mitbringen muss, aber auf die genauen Aufnahmedaten wird nicht eingegangen. Und ganz ehrlich: um solche Aufträge beneide ich diese Fotografen. 😉

Zum Abschluss: Kurz belichtet
In diesem Abschlussteil des Heftes geht man auf alles in der Welt der Fotografie ein, was gerade aktuell – oder wie es im Heft steht „angesagt“ – ist.
Über die Ergebnisse von Wettbewerben bis zu Produktneuheiten wird hier einiges angeführt.

Auf der letzten Seite findet man ein nettes Gadget. Da es die letzte Seite ist, ist diese etwas stärker gedruckt – und darauf findet man eine Graukarte sowie Weissabgleichkarte zum Ausschneiden. Das finde ich eine nette Idee. 🙂

Fazit:
Wie zu Beginn geschrieben, das Heft macht Spaß zum Durchblättern und ich habe mir daraus einige Ideen geholt.

Die Heftkosten: DE EUR 9,99 / AT EUR 11,- / CH CHF 15,- / LU+BE EUR 11,50

 

Zum Abschluss noch eine kurze Info an den Ultimate Guide Media Verlag.

Wenn ihr Fotografen ersucht, euer Magazin durchzuschauen, zu beurteilen und darüber zu bloggen, dann macht das mit einer neutralen Aufforderung. Der Zusatz „Wenn Ihnen die Zeitschrift gefällt, würden wir uns freuen, wenn Sie darüber bloggen und wir sorgen dafür, dass Sie unsere Zeitschrift ein ganzes Jahr lang kostenlos weiterhin bekommen!“ kann als Aufforderung verstanden werden, dass man nur darüber bloggen soll, wenn es einem gefällt. Und dieser Satz kam bei etlichen Fotografen, die ihr angeschrieben habt, nicht gut an. Da wäre es besser gewesen, ihr hättet ein Exemplar zum Testen verschickt und danach, wenn der Fotograf sein Ergebnis gepostet hätte, als Danke schön von euch das Jahres-Abo angeboten.

Ich gehe mal davon aus, dass ihr von eurer Zeitschrift überzeugt seid – dann habt ihr so etwas nicht notwendig. Für mich war es ein Grund darüber länger nachzudenken, ob ich auf euer Angebot überhaupt einsteige. Das Ergebnis sieht man hier, die Zeitschrift ist ok – aber die Beurteilung ist sicherlich nicht wegen eurem Angebot entstanden.

Urbex #7 – 31.05.2014

An dem Tag suchten wir dann noch ein 2. Gebäude auf. Der Zugang war diesmal nicht ganz so einfach, da direkt neben dieser alten Fabrik Wohngebäude stehen – also “unauffällig” wäre das nicht möglich gewesen, da sich doch einige Menschen im Freien aufhielten. Also bevor wir uns Ärger einholen oder wieder fahren, hab ich dort einfach gefragt, ob wir uns das anschauen dürfen. Und bisher sind wir damit immer noch gut gefahren, auch diesmal – wir “durften” auf eigenes Risiko zur Fabrik.

Zur Fabrik: das war eine alte Spiritus-Firma – viel gab es nicht zu sehen, da sie schon ausgeräumt war und sogar die Zwischendecken entfernt wurden.

Die restlichen Bilder findet man hier: Link (24 pics)

Urbex #6 – 31.05.2014

Das diesmal gefundene Urbex-Objekt war ein richtiger Schatz! 😉

Eine ziemlich abgebrannte Diskothek war eine sehr interessante Abwechslung zu den bisherigen Häusern, die wir erkundschaftet haben.

Alle Bilder von diesem Besuch findet man hier: Link (40 pics)

Urbex #5 – 23.05.2014

Nach einem Monat war es wieder an der Zeit die Urbex-Statistik zu erhöhen. 😉

Ziel war ein verlassenes Hotel – im Stadtzentrum einer kleinen, aber netten, Stadt. Im 18. Jahrhundert erbaut, wurde es als Kuranlage und Hotel genutzt. Obwohl vor kurzem das Dach brannte, ist das Gebäude in einem sehr guten Zustand. Zum Glück ist es bisher auch von Halblustigen (=Vandalen) verschont geblieben, wodurch innen “nur” der normale Verfall voran schreitet.

Alle Bilder findet man hier: Link (22 pics)

 

 

20.04.2014 – kleine Tiere ganz groß

Im Makrobereich arbeite ich selbst mit dem Sigma 150 f2,8 EX DG HSM. Es ist kein schlechtes Makro, nur 100%ig zufrieden bin ich damit auch nicht.

Darum war es mir nicht unangenehm, dass mir ein anderes Makro-Objektiv zum Test zur Verfügung gestellt wurde. Mit dem Canon EF 100mm 2,8 L IS USM Macro Objektiv inkl. dazu passendem Ring-Blitz ging ich im eigenen Garten “auf Jagd”.

Für den ersten Test bin ich damit äußerst zufrieden, werde es aber jetzt noch genauer mit dem Sigma-Makro vergleichen. Momentan sagt mir das Canon-Makro mehr zu.

Hier ein paar Auszüge vom heutigen Test:

mehr Bilder findet man hier: Link (10 pics)

Urbex #4 – 29.03.2014

Diesmal stand ein Hotel am Plan, das vor mehr als 10 Jahren geschlossen wurde. Seit dem steht es leer (bis auf paar wenige Versuche das Gebäude illegal wieder zu nutzen).

Aufgrund der Komplexität des Gebäudes, sowie der in der Nähe befindlichen Bauten, die damals dazu gehörten, sind es mehr Bilder als sonst üblich.

Alle Bilder dazu findet man hier: Link (107 pics)

 

Urbex #3 – 14.03.2014

Ich betreibe Urbex nicht alleine, sondern gemeinsam mit einer lieben Freundin, die auch die meiste Arbeit damit hat (da gehört alles mögliche dazu solche Orte zu finden und zu planen – vor allem viel Zeit für die Recherche).

Eher zufällig, bei einer Zugfahrt, sah sie so ein typisches Gebäude und wir fuhren auf gut Glück einfach dort hin. Diesmal handelte es sich um ein kleines Wohnhaus, eine Werkstatt und einen Schuppen.

Mehr Bilder findet man dazu hier: Link (20 pics)

03/2014 – Safari in Südafrika (Kruger-Nationalpark)

Endlich ging ein langer Wunsch von mir in Erfüllung – eine Safari in Südafrika!

Hier folgt jetzt eine sehr grob (!) geschriebene Reise-Erfahrung – wer sich mein ganzes “bla bla” ersparen möchte, kann ganz bis zum Ende runter scrollen um zum direkten Foto-Link zu gelangen!
Die Bilder, die man hier im Beitrag sieht, sind natürlich nur ein kleiner Auszug einiger Bilder. Im Link sieht man die besten 115 Bilder. 🙂

Wir entschlossen uns bei unserem ersten Südafrikabesuch für den Kruger-Nationalpark und es war eine gute Entscheidung.

Nach einer Gesamtreisezeit von 21 Stunden mit British Airways über Wien-London-Johannesburg…

Am Flug von London nach Johannesburg aufgenommen – das Bild ist (außer dem Wasserzeichen) unbearbeitet. Die Farben waren echt so!

…landeten wir am kleinen feinen Flughafen Nelspruit (Kruger Mpumalanga International/IATA: MQP). Nur unser Gepäck war schon etwas erschöpft und blieb zum Ausrasten noch in Johannesburg zurück – zum Glück hab ich meine komplette Fotoausrüstung immer bei mir im Rucksack mit. Gewand+Seife kann man sich ja kaufen, aber bei der Ausrüstung kämen mir die Tränen…

Der Grund für das liegen-gebliebene Gepäck war die sehr kurze Zeitspanne zwischen Landung in Johannesburg und dem Inlandsflug nach Nelspruit. Wir hatten am Flughafen Johannesburg 2h Zeit – das klingt an sich ja nicht wenig und wir haben auch nicht getrödelt, aber wenn man bei der Passkontrolle eine gute Stunde steht (und dabei war der Platz noch längst nicht gefüllt), dann noch das Gepäck abholen muss (ein durchchecken von Wien direkt nach Nelspruit war nicht möglich), mit diesem dann zum nächsten Check-in Schalter geht, die sich aber nicht zuständig fühlen um dann zum nächsten Check-in Schalter flott zu gehen, dann kann es schon sehr knapp werden. Zum Glück halfen uns zwei Flughafenmitarbeiter mit dem Gepäck und dem Wiederöffnen des Fluges (der Flug war eigentlich schon geschlossen). So konnten zumindest wir in den Flieger rein – das Gepäck dafür nicht mehr.

Aber in Nelspruit half uns sofort ein Flughafenmitarbeiter, der uns zum richtigen Schalter brachte und uns beim Ausfüllen der Formulare half. Auch unser Fahrer John (wir hatten keine Leihwägen, sondern Fahrer bestellt – kann ich nur empfehlen diese statt einem Leihauto zu nehmen!) half uns beim Ausfüllen. Das war sehr wichtig für das Nachsenden des Gepäcks den richtigen Namen der Lodge einzutragen, denn unser eigentlich geplantes Ziel war überflutet. In den letzten Tagen hatte es sehr stark geregnet und die meisten Lodges standen unter Wasser – so auch die von uns gebuchte. Darum wurden wir zu einer Alternative gebracht – in die Rhino Post Lodge. Vom Flughafen waren das gute 3h Fahrzeit, aber es hat sich ausgezahlt. Die Lodge ist vom Gesamtpaket wirklich ein Traum. Von der Lage, der (urigen) Einrichtung (zB Dusche im Freien – ich fand es sehr genial, wenn man sich im Freien duscht und weit im Hintergrund donnert und blitzt es ;-)), vom Aufbau der gesamten Anlage und vor allem von den Leuten! (für Bilder der Lodge bitte deren HP anklicken)

Gleich nach unserer Ankunft in der Lodge und schnelles einchecken im Zimmer ging es auch schon zu unserer ersten Nachmittags-/Abend-Ausfahrt.
Diese Fahrten finden 2x täglich statt, in der Früh und am Abend. Um 5:15 ist Tagwache, um 5:45 Treffen für Kaffee+Tee und Keks bzw. sehr süße Muffins und spätestens um 6:00 war Abfahrt. Je nach Tourstrecke waren wir zw. 9:00 und 9:30 zurück. Danach gab’s dann ausgiebiges (englisches) Frühstück. Im Anschluss hatte man Zeit sich entweder wieder etwas hinzulegen, am Pool zu relaxen oder Bilder zu sichern ;-). Um 15:30 war dann wieder Treffen angesagt. Hier gab’s kleine Snacks, um 16:00 war Abfahrt zur 2. Tour, die dann wieder abhängig von der Strecke, die gefahren wurde, zw. 19:00 und 19:30 zu Ende war. Das Schöne war, dass sich die Ranger nicht nur stur an die Zeiten hielten, sondern einfach an die Gegebenheiten. War nichts zu finden, war man früher zurück. Gab es etwas zu sehen, blieb man halt einfach länger on Tour.

Bei dem Wagen handelt es sich um einen offenen Jeep mit 3x 3er Sitzbänken. Unser Jeep hatte oben nur so Art Sonnendach, aber war sonst rundherum offen.

Unser Jeep mit unserem Ranger Colin.

Anfangs ist es etwas komisch, aber der Ranger meinte, dass der Wagen sicher vor den Tieren sei – hier vertrauten wir einfach mal der Erfahrung der Ranger. 😉 Sofern man zu zweit in einer Reihe sitzt, ist es für Fotografen von der Bewegungsfreiheit mit Cam+Zoomobjektiven kein Problem – bei voller Bank sollte man schon auf den oder die Nachbarn/-in aufpassen. Empfehlenswert sind für Fotografen natürlich die hinteren Bänke (weil höher) und die Aussenplätze!

Nach der Rückkehr hatte man noch etwas Zeit sich zu erfrischen, um 20:00 traf man sich zu einem Pre-Dinner um sich dann gemeinsam mit den anderen Gästen sowie Mitarbeitern der Lodge an einen Tisch zu setzen. Hier gab es natürlich eine schöne internationale Mischung. 🙂 Das Ganze ergibt so eine extrem familiäre Situation und ich empfand es als sehr angenehm. Während unserer gesamten Zeit (also auch bei der 2. Lodge) trafen wir auf Gäste aus Deutschland, Frankreich, England, Dänemark, Amerika und Brasilien. Und es waren immer interessante sowie lustige Gespräche dabei! Abends gab es zwei 3-Gänge-Menüs, aus denen man wählen konnte. Das Essen war immer lecker – es gab aus meiner Sicht nie etwas zu bemängeln!

Die Rhino Post Lodge hat einen kleinen Shop, einen kleinen Pool und kein Funknetz (also wer mobil erreichbar sein muss, sollte sich ein SAT-Telefon zulegen 😉 ), es gibt aber auf jedem Zimmer ein Telefon mit dem man über Satellit überall anrufen kann. Es gibt normalerweise auch einen Internet-PC (kein wlan), aber der war für uns nicht zu sehen oder er war gut versteckt. Ganz ehrlich hat es aber nicht gestört, wenn man mal wirklich absolut nicht erreichbar war. Die Familie daheim konnte man ja informieren, aber ansonsten einfach mal seine Ruhe zu haben um von allem abschalten zu können, ist ja schon Erholung genug.

Dieser Tagesablauf wiederholt sich natürlich täglich, die echte Abwechslung hat man dann auf den Touren. Hier steht und fällt alles mit dem Ranger und dessen Talent sowie Gespür für die Tiere. Wenn man Pech hat, kommt man über Impalas nicht hinaus – anfangs freut man sich ja noch darüber, aber auf Dauer fotografiert man diese nicht mal mehr. Eben weil sie so häufig vorkommen.

Impalas in Massen.

Aber andere Tiere sind neben dem Ranger natürlich auch einfach vom Glück abhängig. Und das hatten wir offenbar mit der Reise mitgebucht. 😉

Wenn wir es sehr genau nehmen, sahen wir die Big Five (=Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard). Macht man es aber abhängig von den Bildern, wo man die Tiere als Ganzes sieht, schaffen wir nur vier. Von einem Büffel sahen wir nur einen Teil und die Hörner. Die anderen Tiere bekamen wir im Vollformat zu sehen.

Dieses Bild dient nur zur Veranschaulichung – ist nicht im Bilder-Link enthalten.

Hier ein paar Bilder als Vorgeschmack  – für alle anderen Bilder bitte den Bild-Link (am Ende vom Text) anklicken.

Nachdem unsere Tage in der Rhino-Post-Lodge vorbei waren, ging es nach der Frühsafari zur nächsten Lodge. Allerdings erfuhren wir, dass wir auch hier nicht zu unserer gebuchten Unterkunft gebracht werden, sondern wieder zu einer Alternativ-Location, da die andere Lodge ebenfalls durch das Wasser blockiert war. Dort war es für die Gäste sogar etwas “schlimmer”, da die Straßen so überflutet waren, dass die Gäste nicht raus konnten und so auch einige ihre Heimflüge verpassten! Pünktlich wurden wir von einem anderen Fahrer abgeholt und nach fast 4h Fahrzeit zur Shiduli Private Game Lodge gebracht.

Diese Lodge war ein krasser Gegensatz zur ersten Lodge. Man kann das hier jetzt aber nicht als positiv oder negativ bewerten, sondern sie war einfach anders. Im Shiduli wird man mit einem Früchtecocktail empfangen, pro Gepäcksstück kommt ein Mitarbeiter, der vom Ankommen bis zum Zimmer das Gepäck nicht mehr auslässt, das Areal ist wesentlich größer. Diese Lodge hat mehr einen Touch einer besseren Hotelanlage. Also so gesehen hatte die Rhino Post mehr Flair – Hotelanlagen kann ich wo anders auch buchen. Das soll jetzt aber nicht heißen, dass das Shiduli schlecht war – das auf keinen Fall! Es war, wie schon gesagt, einfach anders. Die Zimmer, in denen man mit am Bett ausgelegten Blumenblättern mit dem Wort WELCOME begrüßt wird, haben alle eine Klimaanlage (das einerseits ja toll ist, aber andererseits bei den Temperaturen, ca. 30 Grad bei 80-95% Luftfeuchtigkeit natürlich auch heftig sein kann) – im Rhino gab es zum Vergleich einen Deckenventilator über dem Bett. Die Dusche war eine große Steindusche, wo locker 6 Leute reinpassen würden. 🙂 Also auch wenn ich mich wiederhole – es war zwar anders als die Rhino Post, aber trotzdem toll!

Es gab einen größeren Pool und so familiär es bei der ersten Lodge beim Essen war, so war das hier schon für mehr Leute ausgelegt. (maximale Belegung wären 50 Leute, im Rhino waren das meines Wissens nach nur 20 das meiste was möglich gewesen wäre)

Der Ablauf war hier ähnlich wie im Rhino. Es gab pro Tag zwei Ausfahrten, allerdings drei Mahlzeiten mit Buffet.
Geweckt wurde man hier um 5:00, Abfahrt war spätestens um 5:30. Auch hier gab es zum Tagesstart Kaffee, Tee und Kekse. Während der Tour gab es ebenfalls eine kleine Snackpause. Die Rückankunft war gegen 9:30/10:00 – dann gab es gleich Frühstück (englisches, sowie Wurst, Käse, Gemüse, Obst). Danach hatte man wieder freie Zeit um es sich gut gehen zu lassen. Stöbern im Shop, schlafen am Zimmer, Erholung am Pool, in der Bar, in der Bibliothek – die meiste Zeit war man allerdings im Lounge-Bereich, weil dort als einziges am gesamten Gelände wlan verfügbar war (die Benutzung des wlans kostet für den gesamten Aufenthalt umgerechnet EUR 2,-). Wenn auch mit ziemlichen Schwankungen, aber man ist ja in solchen Fällen auch mit wenig(er) glücklich. 😉

Zwischen 12:30 und 15:00 gab es ein Mittagsbuffet, gegen 16:00 traf man sich bereits zur nächsten Abfahrt. Auch die Jeeps sind hier etwas anders. Es sind zwar auch 3x 3er-Sitzbänke, allerdings sind diese oben komplett offen. Also muss man bei dieser Varianten vermehrt auf Sonnenschutz achten.

Hier sieht man den Jeep bei einer kurzen Snackpause. Vorne steht Andy, unser Ranger. Im Bereich der Motorhaube sieht man einen weiteren Sitzplatz für den Tracker, den Spurenleser.

Was hier auch anders ist, dass bei diesen Jeeps vorne über der Motorhaube ein weiterer Sitzplatz ist. Dieser Platz ist für den Tracker, also den Spurenleser, der von dort oben einen besseren Blick für die Hinweise der Tiere hat. Dieser gibt dann die Tipps an den Ranger und der entscheidet gemeinsam mit dem Tracker, wo und wie sie fahren um die Tiere zu finden bzw. einzukreisen. Im Vergleich zum Rhino-Post ist dort der Ranger, Tracker und Ranger in einem.

Meistens waren wir um 19:30 zurück, um 20:00 gab es dann das Abendessen (wieder Buffet). Pro Tischgruppe saßen immer die Teilnehmer pro Ranger zusammen. Aufgrund der Größe und Menge der Leute wurden die Gruppen getrennt, aber innerhalb der Rangertruppe war man immer bemüht, dass man alles gemeinsam macht. Der Ranger hat sich auch so immer um alles für uns gekümmert. Die Betreuung war perfekt!

Die Touren waren ebenfalls anders. Wir waren vom Such-Erfolg der Tiere bei der Rhino-Post schon recht verwöhnt und somit waren wir zu Beginn hier etwas enttäuscht. Ja wir sahen auch hier einige Tiere, aber halt nicht in der Menge und auch nicht DIE besonderen Tiere. Der Vergleich soll aber nicht unfair sein – im Bereich vom Rhino-Post, also direkt im Kruger-Nationalpark, war die Gegend etwas weitläufiger und nicht so dicht wie hier beim Shiduli.

Hier zwei Bilder zum Vergleich.
Links im Kruger-NP sehr weitläufig, rechts das Dickicht.

Dieses Dickicht macht es aber auch schwer Tiere zu finden bzw. dann zu fotografieren ohne störende Äste davor. Beim Betrachten meiner Bilder wird man öfters sehen, dass hier kleine Äste im Weg sind – das geht hier aber einfach nicht anders. Wie gesagt macht es das etwas schwerer Tiere einfach so zu finden. Es war aber trotzdem möglich, wie man an den Bildern weiter unten sieht. Als Überraschung durften wir einmal auch aus dem Wagen aussteigen, was ansonsten – außer bei Pausen – streng verboten ist. Wir besuchten zu Fuß eine Geparden-Familie. Das war schon ein eigenes Erlebnis – diese Geparden wurden so aufgezogen, dass sich ihnen Menschen nähern können (bis zu einer bestimmten Nähe), ohne dass sie flüchten.

Die Geparden sind so aufgezogen worden, dass sie Menschen in der Nähe akzeptieren – sonst wäre so ein Bild von einem Gepardenjungen mit der Mutter in der Nähe nicht möglich gewesen.

Und dieser Tagesablauf wiederholt sich auch hier bis man wieder abreist. Die Erfolgsquote war bis dahin nicht so schlecht, aber auch nicht überragend. Bei unserer letzten Tour hatten wir anfangs zwar noch kein Glück (wir waren auf der erfolglosen Suche nach Löwen), aber das kam dann noch. Zuerst fanden wir eine Elefantenfamilie, die sich in Ruhe von uns fotografieren ließ. Nach einiger Zeit ging es dann weiter und fanden zufällig sehr scheue Wildschweine, die relativ bald nach unserer Fotosession einen Stress bekamen. Aber nicht wegen uns, sondern weil jemand auf Jagd nach ihnen war. Unser Ranger Andy sah hinter dem ganzen Gestrüpp einen Leoparden, der es gerade auf diese Wildschwein-Familie abgesehen hatte. Und ab diesem Moment kam Action auf, denn der Ranger versuchte mit dem Tracker nun die Jagdwege des Leoparden vorweg zu sehen um so den besten Blick für uns zu schaffen. Das hieß für uns hinten am Wagen sich so gut wie nur möglich fest zu halten, weil bei dem Tempo die Fahrt recht ruppig wurde. Aber wir haben es geschafft (die Wildschweine auch – die hatten an dem Tag auch ihren Glückstag) ;-).

Hier ahnen sie noch nicht was gleich auf sie zukommt.

 

Hier noch auf der Jagd nach den Wildschweinen.
Nachdem die Jagd erfolglos war, wollte er sich vor uns verstecken – was ihm auch fast gelang!

Und so war auch der Aufenthalt in der 2. Lodge für uns sehr erfolgreich. Lt. unserem Ranger+Tracker kommt es nur sehr selten vor, dass man einen Leoparden bei der Jagd erwischt.

Nach dieser, für uns letzten, Tour ging es zurück und wir konnten uns noch für die Abreise und den langen Flug nochmals frisch machen. Nach dem Auschecken und bezahlen unserer Getränke wurden wir auch schon kurz danach abgeholt und zum Flughafen gebracht. Diesmal ging es zum Militär-Flughafen Hoedspruit (IATA: HDS), der nur eine knappe Autostunde entfernt war. Wir waren recht schnell eingecheckt (hier wird die Ankunftstafel noch per Hand geschrieben) 🙂 und kurz darauf ging es auch schon nach Johannesburg. Dort haben wir dann – diesmal mit genügend Zeit – unser Gepäck abgeholt und neu bis nach Wien (es ging wieder via London) eingecheckt. Das ging alles problemlos vor sich, nach kurzer Wartezeit war das Gepäck eingecheckt und wir saßen wieder am 11 Stunden Flug nach London. Im Vergleich zum Hinflug war diesmal der Flieger komplett ausgelastet (beim 1. Flug hatten wir einer 3er Bank zu zweit), was das ganze Platzmäßig schon sehr knackig macht. In London ging es sehr flott weiter, hier hatten wir wieder im Flieger mehr als genug Platz für uns. Nach knapp 2 Flug-Stunden war auch das geschafft, die Landung in Wien verlief ohne Probleme, das Gepäck war auch da – und so endete unsere Safari in Südafrika.

Hier geht’s zu den best-of-pics: Link (115 pics)

 

Die Vorgaben der Reise kamen von uns, die Umsetzung (Buchung der Flüge, Planung der Lodges, Reservierung der Fahrer, Koordination der Ersatzlodges) war alles in Hand der Firma JEDEK Reisen! Die Leute dort sind flexibel und man kann mit ihnen über alles reden – für den reibungslosen Ablauf (für Wetter + Gepäck kann kein Reisebüro etwas) ein großes DANKE!

Fotografie-Blog-Bühne – Finale

Michael Omori Kirchner, Betreiber von www.fotografr.de, hat ja Anfang des Jahres einen Aufruf gestartet seinen eigenen Foto-Blog vorzustellen.

Hunderte Fotografen, darunter auch ich (hier mein Beitrag), sind dem Aufruf gefolgt und jetzt zeigt Michael 100 Foto-Blogs, die es wert sind alle einzeln angeschaut zu werden!

Ich kann hier nur empfehlen, dass man sich einfach die Zeit nimmt und jeden angeführten Blog ansieht! Hier sind so viele Blogs dabei, die mit Leidenschaft, Kreativität und Liebe zur Fotografie entstanden sind, dass es eine Menge Spaß macht, sich diese Blogs und die Fotos darauf anzusehen.

Ich habe hier die Liste von fotografr.de/Michael übernommen (meine eigene Seite hab ich natürlich raus genommen) 😉 , man kann es sich natürlich auch auf seiner Seite ansehen (er hat dies mit einer schönen Übersicht mit Bildern erstellt).